Madagaskar - Reise: Fremde Welten, erhabene Momente

18 Tage Spezialreise von Westen nach Osten

Eine außergewöhnliche Reise mit allen großen Highlights der Insel, 3-tägiger Flussfahrt auf dem Tsiribihina und einfachen Wanderungen für alle, die nicht die üblichen Wege gehen wollen! Bewegende Begegnungen mit Angehörigen verschiedener Volksgruppen werden uns auf Madagaskar begeistern. Wir erleben unterschiedlichste Landschaftsräume, Staunen auch über die weniger bekannten Superlative des Landes. Viele Sehens- oder vielmehr "Erlebenswürdigkeiten" spielen sich nicht immer sichtbar für das oberflächlich sehende Auge ab, sondern offenbaren sich besonders denjenigen Reisenden, die ein tiefer gehendes Interesse an den Gesamtzusammenhängen dieser Erde haben.

Höhepunkte der Madagaskar-Reise

  • Unentdeckter Westen: 3-tägige Flussfahrt auf dem Tsiribihina
  • Karst-Formationen der Tsingy du Bemaraha
  • Die berühmte Baobab-Allee
  • Regenwaldzone der Ostküste
  • Pirateninsel St. Marie
  • Madagaskar entdecken mit TRAVEL TO LIFE

Merkmale der Madagaskar-Reise

  • Einfache Wanderungen, bis 3 Std. Gehzeit mit Steigung, oder bis 5 Stunden ohne Steigung, meist individuell anpassbar, für jeden machbar, der ein bisschen Grundkondition mitbringt
  • Tierbeobachtung unterwegs / Safari
  • Die Wunder der Natur intensiv erleben
  • Die Wunder vom Menschen erschaffen: Vielfalt der Kultur
  • ...auch mal am Strand erholen & Zeit für sich haben
  • Überfahrten im Kleinbus
  • Überfahrten im Geländefahrzeug
  • Einige Überfahren sind per Schiff / per Boot
  • Die Hotels sind landestypisch, sie haben das Besondere Etwas
  • Unterkunft in Gästehäusern / Lodges, urig. Manchmal einfach, immer sauber!
  • Übernachtungen im Zelt
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Baobab-Allee bei Morondava Baobab-Allee bei Morondava auf Madagaskar

Madagaskar: Eine einmalige Reise von Westen nach Osten

Die Insel liegt mitten im Indischen Ozean und Sie erleben auf dieser Madagaskar Rundreise die spektakulärsten Highlights des Landes. Eine Madagaskar Erlebnisreise, wie sie in dieser intensiven Form von keinem Veranstalter angeboten wird. Jenseits der Kontinente, da wo der Pfeffer wächst, ist Madagaskar eine Insel, die eine ungewöhnliche Flora und Fauna birgt, wie sie nirgendwo sonst existiert. Und es lebt dort eine Bevölkerung, die zu den liebenswürdigsten Bewohnern dieser Erde gehört.

Diese Spezialreise nach Madagaskar erschließt Ihnen mehrere fantastische Regionen: zunächst den relativ selten besuchten Westen durch eine mehrtägige Flussfahrt auf dem Tsiribihina, der anschließenden Erkundung der Tsingy von Bemaraha und der Baobab-Region Morondava.

Mit einem Boot entlang des Ufers & Zelten an Land

Mit dem Boot gleiten wir in Ufernähe durch Gebiete, die nahezu unberührt sind und eine außergewöhnliche Flora bieten. Neugierig schauen uns die Bewohner dieses Inselteils im Vorbeifahren neugierig zu - es kommt nicht oft vor, dass Weiße den Weg hierher finden. Die Tage verbringen wir auf dem geräumigen Boot und die Nächte an Land in Zelten. Erholsame und spannende Tage in einem außergewöhnlichen Landschaftsgebiet im madagassischen Westen.

Der Tsingy du Bemaraha Nationalpark gleicht einer unwirklichen Landschaft aus Höhlen, Canyons und Schluchten, der wir uns auf einer Wanderung nähern. Eine fantastische Szenerie, die uns auf unserer Madagaskar Rundreise erneut in Staunen versetzen wird. Ganz andere Facetten dieser unglaublich schönen Insel erleben wir bei der Baobab-Allee. Wir lassen uns vom Sonnenuntergang verzaubern.

Abschluss auf der Pirateninsel St. Marie

Dann erforschen wir die Regenwaldzone der Ostküste im Bereich des Nationalparks von Perinet und der Fluss- und Seenlandschaft der Pangalanes. Als lohnenden Abschluss und sicher eine weiterer Höhepunkt erleben wir dann auf der Pirateninsel von St. Marie. Baden im türkisgrünen Meer, Relaxen am Strand und kleine Erkundungen auf diesem berauschenden Eiland. Traumstrand, Traumsand, Trauminsel! Ein gelungener Besuch der Insel Madagaskar auf ungewöhnliche Art.

1. Tag: Abflug ab Deutschland.

Abflug ab Deutschland über Paris / La Réunion nach Antananarivo. Nachtflug.

2. Tag: Antananarivo.

Morgens Landung in Antananarivo, kurz Tana. Nachdem wir uns im Hotel etwas erholt und frisch gemacht haben, brechen wir auf zum Stadtrundgang bzw. -fahrt. Mit dem Bus und zu Fuß erkunden wir diese ungewöhnliche, durch Kolonialstil und der eigenen Hochlandstilistik geprägte, etwas morbide Hauptstadt. Die Lage auf 12 Hügeln mit den vielen Reisfeldern inmitten der Stadt sowie eine herrliche Aussicht vom ehemaligen Königinnenpalast, dem Rova, lässt bei uns die große Lust auf das madagassische Erlebnis entstehen. Für diejenigen, die Tana schon kennen, bieten sich natürlich vielerlei Cafés, Märkte, Altstadtgässchen und Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung auf eigene Faust. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Antananarivo – Antsirabe – Miandrivazo.

Gleich frühmorgens verlassen wir Tana und begeben uns durch das Hochland nach Süden in Richtung Antsirabe. Auf einer lustigen Rikschafahrt, dem Hauptverkehrsmittel der Madagassen, kann die Stadt erkundet werden. Danach geht es weiter auf einer der wenigen Asphaltstraßen des Landes nach Miandrivazo. Schon hier verlassen wir die wenigen etwas gängigeren touristischen Hauptachsen. ÜN im Hotel.

4. Tag: Miandrivazo – Flussfahrt – Tsiribihina.

Von Miandrivazo aus reisen wir an die Gestaden des Tsiribihina und schiffen uns für die nächsten zweieinhalb Tage auf unserem Boot ein, das uns langsam durch die relativ unberührten Gebiete des madagassischen Westens führen wird. Die Ufer sind bewachsen von einer außergewöhnlichen Flora, die Menschen, die hier wohnen, blicken neugierig auf die vorbeifahrenden Vazahas, die Weißen. Wir spüren, dass es nicht sehr häufig vorkommt, dass Weiße hierhin gelangen, trotzdem stoßen wir überall auf unglaublich freundliche Menschen. Auch verschiedene Lemurenarten sind hier zu Hause.

Geschlafen wird in Zelten an ausgesuchten Stellen an Land, an Bord des geräumigen auf 14 Personen ausgelegten Holzbootes kann man sich ausreichend bewegen, und so gleichen diese Tage spannenden und zugleich erholsamen Schiffstagen wie zu Zeiten der Entdecker.

5. Tag: Flussfahrt Tsiribihina.

Auf großer Flussfahrt.

6. Tag: Flussfahrt Tsiribihina – Bekopaka / Tsingy du Bemaraha.

Wir erreichen unseren Ausstiegspunkt Belosur-Tsiribihina und werden nach einem Picknick nach Bekopaka aufbrechen, unserem Übernachtungsort im Camp (2 Nächte im Zelt).

7. Tag: Bekopaka/Tsingy du Bemaraha.

Von hier aus erschließen wir den Nationalpark der Tsingy du Bemaraha, einem bizarren labyrinthartigen Kalksteinmassiv, das durch besondere geomorphologische Prozesse einer unwirklichen Landschaft gleicht und aus kleinen Canyons, Höhlen, Schluchten und spitzkantigen und somit nahezu unpassierbaren Windschliffskulpturen besteht. Auf einer in der Länge variierbaren Wanderung (zw. 2 und 4 Std.) nähern wir uns diesem landschaftlichen Superlativ.

8. Tag: Bekopaka/Tsingy du Bemaraha – Baobab-Allee – Morondava.

Wir können uns kaum von dieser unglaublichen Szenerie lösen, doch reisen wir nun weiter durch den Trockenwald in Richtung Südwesten. Hier "zelebrieren" wir den Sonnenuntergang bei der berühmten Baobab-Allee und lassen uns wieder einmal von ganz anderen Facetten der Insel verzaubern. Ankunft in Morondava und zwei Übernachtungen im Hotel.

9. Tag: Morondava – Antananarivo.

Flug nach Tana. Die Hauptstadt ist bekannt für stimmungsvolle Live-Musik und kulinarische Highlights. Je nach Flugplan haben wir hier die Gelegenheit, die Sommerresidenz der madagassischen Königinnen in Ambohimanga zu besuchen (fakultativ, nur bei frühem Flug möglich).

10. Tag: Antananarivo – Perinet – Andasibe.

Morgens Fahrt durch das idyllische Hochland in den Nationalpark von Perinet, bekannt für die größte Lemurenart Madagaskars, den Indris. Aber auch zahlreiche andere Tier -und Pflanzenarten sind hier zu finden. Abendliche Pirsch.

11. Tag: Perinet/Andasibe – Buschhaus / Pangalanes.

Morgendliche Erkundung des Lebensraums der Indris. Ihre marsianisch klingenden Kommunikationsrufe sind legendär und scheinen nicht von dieser Welt, mit etwas Glück erleben wir diese extrem seltene Tierart hautnah auf unserer morgendlichen Pirsch. Dann zieht es uns weiter an die Gestaden der Pangalanes, einer Seen- und Flusslandschaft im Osten. Hier wartet das Motorboot auf uns, das uns in knapp 45 Minuten zum berühmten "Buschhaus" bringt. Ausgiebige Erkundungstouren zu Fuß im tropischen Regenwald und den Biosphären der Umgebung. (Übernachtung im Buschhaus selbst oder im dazugehörigen Annex "Palmarium" gegenüber, direkt bei den Lemuren).

12. Tag: Buschhaus/Pangalanes – Tamatave.

Morgendlicher Rundgang in dieser herrlichen Natur mit Pirsch zu weiteren Lemurenarten. Dann verlassen wir am Mittag das Buschhaus bzw. Palmarium per Boot und fahren auf dem Canal de Pangalanes durch eine märchenhafte Flusslandschaft. Es geht vorbei an den Dörfern der Betsimisaraka, die ihre Lebensgewohnheiten dem Fluss angepasst haben. Abends Ankunft in Tamatave. Übernachtung im Hotel.

13. Tag: Tamatave – St. Marie.

Wir machen uns auf zum nächsten Höhepunkt unserer Reise: Über die Küstenstraße nach Norden bis in die Höhe der Insel St. Marie, von dort setzen wir in ca. 1 Stunde mit dem gecharterten Boot über auf die ehemalige Pirateninsel Nosy Boraha (St. Marie) und nähern uns auf eine idyllische Weise dieser Insel. Früher war dies eher ein wackliges Unterfangen auf wahren "Seelenverkäufern", heutzutage mit modernen Booten vollkommen problemlos möglich.

Hier verbringen wir 3 Tage mit Erholen am Traumstrand, mit Lösen von Geheimnissen der Insel, dem Suchen nach Walen, mit Wandern von Dorf zu Dorf, dem Radeln über dieses berauschende Eiland und mit dem Suchen nach den Gräbern der Piraten (alle Ausflüge fakultativ). Manche Einwohner St. Maries sollen noch blaue Augen und blondes Haar haben, ob sie noch von den Seeräubern abstammen? Wir werden es ergründen... 3 Nächte im Hotel auf St. Marie.

14. Tag: St. Marie.

Abenteuer und Entspannung auf St. Marie/Ile aux Nattes. Die Insel Ile aux Nattes liegt ca. 100 Meter von St. Marie im äußersten Süden und kann mit Pirogen in 10 Minuten erreicht werden. (fakultativ)

15. Tag: St. Marie.

Baden, Schnorcheln, Entdecken, Relaxen.

16. Tag: St. Marie – Antananarivo.

Wir werden uns heute wohl trennen müssen von diesem lieb gewonnenen Inseltraum und steigen ins Flugzeug in Richtung Tana. Übernachtung im Hotel.

17. Tag: Antananarivo – Nachtflug über La Réunion und Paris nach Deutschland.

Wer will, kann heute noch reichlich Einkäufe tätigen oder eigene Erkundungen unternehmen. Am Abend werden wir den großen Flieger nach Hause nehmen. Der Abschied tut weh, aber es hilft nichts. Nachtflug über La Réunion und Paris nach Deutschland.

18. Tag: Ankunft in Deutschland.

Es heißt Abschied nehmen von den Reisegefährten.... bis zum nächsten Mal.
Datum von Datum bis Dauer Bemerkung Preis pro Person Teilnehmerzahl
23.09.2018 10.10.2018 18 Tage 4.490,00 EUR 6-12 Termin buchen
21.10.2018 07.11.2018 18 Tage 4.490,00 EUR 6-12 Termin buchen

Einzelzimmer-/-zeltzuschlag: 490,- €

Leistungen der Madagaskar-Reise

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Antananarivo und zurück 
    verschiedene Abflughäfen möglich, (Schweiz und Österreich ggf. Aufpreis)
  • 2 Inlandsflüge laut Programm
  • 10 Übern. im DZ im landestypischen Mittelklassehotel, 1 in einer einfachen Lodge (Pangalanes)
  • 4 Übernachtungen in 2-Personen-Zelten in Naturcamps, 2 Nächte davon ohne sanitäre Einrichtungen (am Flussufer)
  • Halbpension, während der Campaufenthalte Vollpension
  • Rundreiseteile wie beschrieben im Kleinbus, Geländewagen und Boot
  • Qualifizierte deutschsprachige, madagassische TTL (Travel To Life)-Reiseleitung (2. bis 13. Tag)


Länder- und Reiseinfo: Madagaskar

Liebe TTL Reisegäste,

mit diesen Informationen möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, sich im Vorfeld in aller Ruhe auf Ihre TTL-Erlebnisreise nach Madagaskar vorzubereiten und sich dabei ein wenig in Urlaubsstimmung zu versetzen. Sie erhalten einerseits reisespezifische Besonderheiten, zum anderen grundsätzliche Informationen über das Reiseziel. Detaillierte Informationen zur Reise selbst mit allen Angaben zu Flugzeiten, Teilnehmern, Wissenswertem zum konkreten Ablauf sowie Ihre Reiseunterlagen (Flugticket, etc.) erhalten Sie ca. 2 Wochen vor Abreise.


Eckdaten des Landes

Kontinent:            Afrika
Hauptstadt:          Antananarivo (kurz: Tana)
Amtssprache:      Madagassisch (Malagassy)
Währung:            France Malagassy, Französisch
Zeitdifferenz:      +2 Std.
Flugzeit:              ca. 11 Stunden
Telefonvorwahl:  +261

Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, liegt im Indischen Ozean und ist durch die Straße von Mosambik vom afrikanischen Festland getrennt. Einige kleinere Inseln gehören zum Staatsgebiet. Die zentrale Bergkette, die Hauts Plateaux, bedeckt über die Hälfte der Hauptinsel und bedingt die ethnischen, klimatischen und landschaftlichen Unterschiede der West- und Ostküste. Die Westküste war früher mit trockenem Laubwald bedeckt und besteht heute fast nur noch aus Savanne. Die Halbwüste an der südlichen Inselspitze ist mit großen Wäldern kaktusähnlicher Pflanzen bewachsen. Die Hauptstadt Antananarivo liegt hoch in den Hauts Plateaux, fast in der Inselmitte.  
Es wird angenommen, dass vor etwa 1500 Jahren indonesische Seefahrer mit Umweg über Ostafrika die Insel eroberten und sie nach ihrem Stammland Makassar benannten.

Neben tropischen Stränden und glasklarem Wasser über Korallenriffen gibt es hier auch dichten Dschungel mit unzähligen seltenen Tierarten (Lemuren und andere Halbaffen, die es nur hier gibt). Wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner wird Madagaskar als Reiseland immer beliebter.

Bevölkerung: 16,9 Mio.
18 unterschiedliche Volksstämme afro-asiatischen Ursprungs, die aber alle die gleiche Sprache sprechen und 98,9% der Bevölkerung (Madagassen) ausmachen; Inder und Pakistaner 0.2%; Franzosen 0.2%; Chinesen 0.1%; andere 0.3%
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²;
Bevölkerungswachstum: 2,9%
Bruttosozialprodukt pro Kopf (im Vergleich zu Deutschland: 27.510 US-$): 990 US-$


Kultur, Religion und Festtage

Madagaskar unterscheidet sich in vieler Hinsicht vom Festland hinsichtlich der Bevölkerung und ihrer Kultur. Die madagassische Kultur und Lebensart hat mehr Ähnlichkeiten mit Indien als mit Afrika. Die langen Namen der Madagassen gehören zu den unaussprechlichsten der Welt.

Französisch ist zwar Amtssprache, doch wird weitgehend madagassisch gesprochen, das mit indonesischen und polynesischen Sprachen verwandt ist. Trotz der statistischen Dominanz des Christentums leben die Menschen vielfach in alten Traditionen.

Zwanglose Kleidung ist durchaus angemessen, nur in vornehmeren Hotels und Restaurants rechnet man eventuell mit eleganter gekleideten Gästen. Einladungen in Privathäuser sind eher selten. Außerhalb der größeren Städte sollte man die örtlichen Tabus (Fady) respektieren. In manchen Gegenden ist es heute noch vereinzelt üblich (soweit die Kosten dieser Aktion es zulassen), einen Ahnen zum Dorffest einzuladen und ihn zu diesem Zweck auszugraben, damit er persönlich anwesend sein kann. Später wird er dann in neue Totenhemden gekleidet und wieder begraben. Dieses Ritual ist als "Famadihana" bekannt.

Madagaskar war das erste afrikanische Land, das sich an dem Projekt Debt-for-Nature (Schuldenerlass gegen Naturschutz) beteiligte. Durch Wiederaufforstungsprojekte will man Baumbestände in Hochlandgebieten fördern. Die Regierung hat 1,9 Prozent (1997) der gesamten Landesfläche unter Schutz gestellt.
Das Tsingy de Bemarah-Naturschutzgebiet wurde 1990 zum Weltnaturerbe erklärt. Madagaskar ratifizierte mehrere internationale Umweltabkommen, die Themen wie Artenvielfalt, Desertifikation, gefährdete Arten, den Erhalt der Meeresflora und -fauna, den Schutz der Ozonschicht sowie das Verbot von Atomtests regeln.

Zu den kulinarischen Spezialitäten Madagaskars zählen Ro (Kräuter und Blattgemüse mit Reis vermischt); Rind- und Schweinefleisch, das in Essig, Wasser und Öl mariniert und dann mit Gemüse, Zwiebeln und eingelegtem Gemüse gekocht und mit Pimento gewürzt wird; Ravitoto (ein Eintopf aus Fleisch und Blattgemüse); Romazava (Blattgemüse, Rind- und Schweinefleischstücke, gebraten); Vary amid ’anana (Reis, Blattgemüse oder Kräuter, Fleisch und manchmal Garnelen), das oft mit Kitoza (langen Scheiben gepökeltem oder gesalzenem Fleisch) gegessen wird. In Madagaskar hergestellt werden Litchel (Aperitif aus Litchis), Betsabetsa (eine Art Bier aus Zuckerrohr) und Toaka gasy (aus Zuckerrohr und Reis destilliert) sowie "Three-Horses"-Pilsner. Zu den alkoholfreien Getränken zählen Ranon ’apango oder Rano vda (ein Reisgetränk) und einheimisches Mineralwasser.

Religion: örtliche 50 %; Christen 45 %; Muslime 5 %.
Nationalfeiertag: 26. Juni
Weitere Feiertage: 1. Januar, 29. März, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, Pfingstmontag, 1. November, 25. und 31. Dezember.

 
Einreise- und Einfuhrbestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das bei Ankunft am internationalen Flughafen von Antananarivo-Ivato, aber auch an allen anderen Flughäfen mit internationalen Verbindungen z.B. Nosy Be, für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ausgestellt wird. Die Gebühr für das Visum ist gestaffelt und beträgt für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen 80.000,- Ar, bis zu 60 Tagen 100.000,- Ar und bis zu 90 Tagen 140.000,- Ar.
80.000,- Ar (Madagassisches Ariary) entspricht ca. 25,- €. (Stand: Mai 2016)

Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden. Ihr Reiseleiter berät sie hierzu gerne vor Ort.
 

Gesundheitsbestimmungen

Zurzeit sind keine Impfungen zur Einreise nach Madagaskar vorgeschrieben, sofern Sie nicht aus einem Infektionsgebiet von Cholera oder Gelbfieber einreisen. Sie sollten jedoch auf jeden Fall Ihre Tetanus-, Diphtherie- und Polio-Impfung überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Empfehlenswert ist auch der Impfschutz gegen Hepatitis A und B. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen dringend eine Malariaprophylaxe.
Bitte bedenken Sie, dass sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können. Individuelle Auskünfte erhalten Sie von Ihrem Hausarzt, den Gesundheitsämtern und Tropeninstituten.


Klima

Madagaskar hat ein tropisches, maritimes Klima, das bestimmt wird durch die Höhenlage, den Monsun und die Nähe zum Meer. Das Hochland hat ein gemäßigtes Klima mit warmem Regen von November bis April und kühleren Temperaturen von Mai bis Oktober; in der Küstenregion herrscht ein mehr tropisches Klima ohne wirkliche Trockenzeit. Der meiste Regen fällt an der Küste zwischen Mai und September. Die durchschnittliche Temperatur in Antananarivo liegt zwischen 9°C und 20°C im Juli und 16°C bis 27°C im Dezember.
Nachfolgend finden Sie Klimadaten der Wetterstationen der Klimastation ANTANANARIVO-IVATO (Flughafen). Achtung, die Hauptstadt befindet sich in ca. 1200 m Höhe über NN, von daher ist diese Tabelle auch nur für das Hochland repräsentativ.
 

 

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

24,7

24,6

23,6

22,9

21,0

19,3

18,0

18,7

20,5

24,0

25,0

24,7

Temp. ø Min. (°C)

15,5

15,5

15,1

13,8

11,5

9,5

8,7

8,6

9,6

11,8

13,7

14,8

Regentage

15

15

12

5

2

2

2

1

1

6

12

17

Niederschlag (mm)

286

218

231

36

13

9

10

10

15

43

143

257

Sonnen-stunden ø

6,3

6,9

6,1

7,8

7,4

6,9

7,1

7,7

8,2

8,7

7,5

7,1

Klima-belastung*

s

s

s

zs

--

--

--

--

--

zs

zs

s

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül


Literaturhinweise/ Informationen

Dadabe: Erzählungen aus Madagaskar, von Michele Rakotoson. Lamur Taschenbücher. 1998
Madagascar, von Pierre Verrin, Leipziger Universitätsverlag 2005
Madagaskar - Zur Geschichte seiner Sprache und Kultur, von Bernd Schmidt. Shaker Verlag. 1997
Madagaskar, der sechste Kontinent, von Mark Eveleigh, National Geographic. Taschenbuch. 2003
Madagaskar und Komoren. Richtig reisen. Beschreibungen mit Hotels, Natur, Kultur u.v.m. von Wolfgang Där, DuMont Verlag. 2002
Madagaskar, von Klaus Liebel, Wolfgang Schmidt.Natur und Tier-Verlag. 2000.
Madagaskar Bildband, von Franz Stadelmann und Jan Greune. H. Stürtz, Würzburg. 1998.
The Natural History of Madagascar (englisch), von Steven M. Goodman und Jonathan P. Benstead.University of Chicago Press. 2004.
Amphibien und Reptilien Madagaskars, der Maskarenen, Seychellen und Komoren, von Friedrich-Wilhelm Henkel und Wolfgang Schmidt. Ulmer. 1995.
Sarimanok. Eine Seereise wie vor 2000 Jahren, von Albrecht Schaefer. Sierra Taschenbuch / Frederking & Thaler-Verlag. 1999

Weitere Reiseliteratur finden Sie in jeder gut sortierten Buchhandlung.
Außerdem finden Sie im Internet zahlreiche Informationen zur Insel. Einige Beispiele:

•    Allgemeine Informationen: www.madagaskar-online.de, www.lonelyplanet.com,  www.virtualtourist.com
•    Reiseinformationen: www.madagaskar-travel.de
•    Aktuelle Sicherheitslage: www.auswaertiges-amt.de
•    Weltgesundheitsorganisation: www.who.int
•    Informationen zu „Wie packe ich meinen Koffer“: www.urlaubs-checkliste.de
 

Post / Telefon

Briefmarken und Postkarten sind in den größeren Städten erhältlich. Diese sind allerdings manchmal bis zu 3 Wochen unterwegs, mit viel Glück aber auch schon einmal vor Reiseende zuhause angekommen. Telefonieren war lange Zeit problematisch und extrem teuer. Mit dem Einzug der Mobiltelefone wurde das Festnetz wesentlich entlastet. Von den Hotels der größeren Städte sind Anrufe in Europa möglich, jedoch immer noch relativ teuer. Bitte stellen Sie sich und Ihre Verwandten und Freunde darauf ein, dass Sie oftmals nicht erreichbar sein werden und selten die Gelegenheit haben werden, zu telefonieren. Auch für Mobiltelefone ist die regionale Netzabdeckung außerhalb der wichtigen Städte nach wie vor rudimentär.


Trinkgelder

10-15% Trinkgeld in Restaurants sind üblich. Bitte planen Sie auch Trinkgelder für die madagassischen KollegInnen vor Ort (z.B. bei der Bootsfahrt auf dem Tsiribihina, lokale Führer in den Nationalparks) und auch des lokalen madagassischen Reiseleiters. Grundsätzlich gilt, dass Sie nur Trinkgelder geben sollten, wenn Sie mit dem jeweiligen Service zufrieden waren. Als Anhaltspunkt sollte die Summe von 40,-€ bis 60,-€ insgesamt pro Person genannt werden. Jedoch entscheiden Sie stets selbst, in welcher Höhe oder Form auch immer Sie Ihre Anerkennung ausdrücken möchten, freiwillig und ohne Zwang.


Adressen

Botschaft der Republik Madagaskar
Seepromenade 92
14612 Falkensee
Tel.: 03322 / 231 40
Fax: 03322 / 23 01 52
Madagaskar-botschaft@t-online.de
Internet: www.botschaft-madagaskar.de

Vertretung der Schweiz auf Madagaskar:
Embassy of Switzerland
Immeuble "ARO" Solombavambahoaka
Frantsay 77, Antananarivo 101, Madagaskar
Tel: +261 / 20 / 226 29 97 (-98), 226 40 64 Fax: +261 / 20 / 222 89 40
E-Mail: swiemant@wanadoo.mg    

Vertretung der Bundesrepublik Deutschland auf Madagaskar:
Ambassade de la Républiaue Fédérale d’Allemagne
101, Làlana Pastora Rabeony Hans,  Rabeony Hans, B.P.516,101 Antananarivo
Telefon: +261 / 20 / 222 38 02 (-03) oder 222 16 91
Fax: +261 / 20/ 222 66 27
e-mail: amballem@wanadoo.mg
Internet: http://www.antananarivo.diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat auf Madagaskar:
LOT III E 132 Fort - Voyron
Antananarivo
Tel: +261 / 20/ 22 215 22
E-Mail: consulat.austria@moov.mg
 

Ausrüstungsliste:

Materialien:
•    Idealerweise Reisetasche oder Rucksack (für etwaige Beschädigungen an Hartschalenkoffern, die durch Transport und Verladen zustande kommen könnten, wird keine Verantwortung übernommen!)    
•    Kleiner Tagesrucksack (20-30 l)
•    Schlafsack (Komfortbereich + 7 °C)
•    Isomatte
•    Wasserflasche 1,5 Liter
•    Taschen- oder Stirnlampe, Ersatzbatterien
•    Sonnenbrille
•    Fotoausrüstung (reichlich Filme/Speicherkarten mitnehmen, in Madagaskar kaum erhältlich), Ersatzbatterien/-akkus
•    Linsenträger sollten eine Ersatzbrille mitnehmen
Kleidung / Textilien:
•    Sonnenschutz (Sonnenhut, Mütze oder Kappe)
•    Lange, strapazierfähige Wander- bzw. Trekkinghose (ideal mit Zip-Reißverschluss zum Abtrennen der Hosenbeine)
•    Anorak / Wind- bzw. Regenjacke
•    Leichter Pullover
•    Hemden, Blusen, leichte Sommerkleidung, Shorts
•    T-Shirts, Unterwäsche, Socken
•    Turnschuhe oder Sandalen
•    Gut eingelaufene, knöchelhohe, leichte Wander- oder Trekkingschuhe
•    Badesachen

Verschiedenes:
•    Toilettenartikel, Toilettenpapier, kleines Handtuch
•    Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor), Lippenschutz
•    Mückenmittel
•    Kleine Reiseapotheke
•    Persönliche Medikamente (in Madagaskar ist das Sortiment äußerst spärlich)
•    Malaria-Prophylaxe

Dokumente:
•    Reiseunterlagen: Flugticket, Pass, Visum (bei Einreise erhältlich)
•    Geld (Bargeld in Euro bzw. Schecks)
•    Ggf. Versicherungsscheine
•    Kopien von Flugticket (die Seiten mit den Flugrouten) und Reisepass, bitte getrennt vom Original aufbewahren


Falls Sie noch weitere Fragen im Vorfeld haben, rufen Sie uns an! Wir sind werktags von 10-18 Uhr für Sie da: Telefon 0711 – 75 86 777

Wir wünschen Ihnen eine erlebnisreiche Reise nach Madagaskar!

Ihr Team von Travel To Life



Stand: November 2017, alle Angaben ohne Gewähr

 

Was verbindet uns mit Madagaskar?

Eines vorweg: diese Insel macht süchtig! Wir lieben dieses Land mit seinen unglaublich liebenswerten und warmherzigen Bewohnern, seinen phantastischen Landschaften und mystischen Atmosphären, die allseits lebendige traditionelle Lebensart sowie die Mischung aus Ursprünglichkeit und Moderne. Schließlich begeistert uns nach wie vor die endemische Natur mit seiner unglaublichen Artenvielfalt stets aus Neue.
 
Auslöser für unsere bis heute intensive Beziehung zu Madagaskar war, dass sich Travel To Life-Geschäftsführer Andreas Damson mit ethnologischen Studien über die legendenumwobenen Jäger und Sammler der Mikea im Südwesten des Landes wissenschaftlich befasst hat. Seine erste Madagaskar-Reise führte ihn und seine Reisegefährten auf einer selbst organisierten Forschungs-Expedition im Jahre 1989 zunächst ca. 140 Kilometer zu Fuß und mit einem Ochsenwagen quer durch die Dornsavanne Südwest-Madagaskars zwischen Ejeda und der Küste auf der Suche nach den Mikea, um deren Existenz überhaupt erst einmal festzustellen. Bis dahin war es noch keinem Ethnologen gelungen, Angehörige dieser Volksgruppe anzutreffen. Diese Expedition war jedoch insofern nicht von Erfolg gekrönt, da in dieser Region die Mikea nur noch in den mündlichen Überlieferungen der ansässigen Mahafaly erwähnt wurden, sie suchten also an der falschen Stelle. Nach einer weiteren Etappe, bei der Andreas dann ganz alleine mithilfe von Vezo-Fischern 170 Kilometer entlang der Küste nördlich von Tulear in Segel-Auslegereinbäumen und einer weiteren Tagesreise quer durch die Wildnis im Ochsenwagen gereist ist, traf er dann schließlich auf die Mikea, bei der er dann einige Zeit verbrachte. Die Mikea wurden dann zum Gegenstand seiner Magisterarbeit im Fach Ethnologie (Völkerkunde). Bis heute ist Andreas jedoch nie wieder zu den Mikea gereist, um sie nicht weiter den irritierenden Kontakten zur „Außenwelt“ auszuliefern, denn es zeichnete sich ab, dass sie früher oder später ihre traditionellen Lebensformen ablegen würden.
 
Weitere Madagaskar Reisen und auch Reiseleitungen brachten Andreas dann regelmäßig auf seine Lieblingsinsel, so lebte er dann u.a. auch ein halbes Jahr als alleiniger Stellvertreter und „länderkundlicher Reiseleiter“ für die TUI vor Ort, wo er jedoch einen ganz eigenen Stil, nämlich einen nachhaltigen und sinnvollen Tourismus praktizierte, wovon die Kollegen in der TUI-Zentrale nichts ahnten, und den die Reisegäste zwar überraschend, aber tief bewegend empfanden. Eine weitere Madagaskar Reise führte ihn mit einer Reisegruppe im Jahr 2001 zur Totalen Sonnenfinsternis ins Isalo-Gebirge. Die allererste Travel To Life-Reise überhaupt organisierten wir dann natürlich genau in dieses Land im Jahr 2006, die Andreas selbst leitete. Seitdem erfahren immer wieder interessierte Reisegäste, was Madagaskar auch jenseits von Lemuren und Orchideen zu bieten hat. Eine Schulung von 26 deutschsprachigen madagassischen ReiseleiterInnen führte Andreas dann im Jahre 2012 auf Einladung des madagassischen Reiseleiter-Verbands in Antananarivo durch, wo er dann die Kollegen kennen- und schätzen lernte, die bis heute unsere Reisen kompetent und sympathisch leiten.
 
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie wir unsere Leidenschaft für Madagaskar auch unseren Reisegästen vermitteln möchten:
 
Auf allen unseren Madagaskar Reisen sind wir in kleinen Gruppen zwischen 6 und 12 Personen unterwegs. Dies ist in einem sensiblen Land wie Madagaskar auch angebracht, schließlich möchten wir nicht „überfallartig“ auftreten, sondern behutsam reisen und möglichst wenig Aufsehen erregen. Dies macht uns zu willkommenen Besuchern und ermöglicht uns, auch spontan und flexibel auf Gelegenheiten zu reagieren, die sich während der Reise ergeben. Dies können Einladungen zu Festen oder das Beiwohnen von Zeremonien sein, aber auch schlicht ein spontaner zusätzlicher „Schlenker“ auf unserer Route, wenn sich dies anbietet. Kleine Gruppen bedeuten aber auch wenig Verzögerungen und Wartezeiten, dafür mehr Zeit für das reine Reiseerlebnis. Wir legen Wert auf sozial- und umweltverträgliches Reisen sowie auf ein bewusstes und intensives Erleben des Landes. Als Mitglied im Forumandersreisen e.V. erfüllen wir einen strengen Kriterienkatalog hinsichtlich der Nachhaltigkeit unserer Reiseform. Wir ziehen authentische Begegnungen mit Menschen dem bloßen Konsumieren von dargebotener Folklore vor. Wir möchten erfahren, wie das Land wirklich ist und suchen es jenseits der touristischen Fassade. Dies bedeutet zwar auch, dass wir nicht immer nur romantische und pittoreske Eindrücke erhalten, auf jeden Fall aber wertvolle und bereichernde.
Auf unseren Madagaskar Reisen versuchen wir, möglichst viele Erkundungen zu Fuß zu unternehmen, bzw. viel zu wandern, denn dabei erschließt sich das Land am allerbesten. Bei unseren ausgedehnten Erkundungsgängen in den Nationalparks und den Wanderungen in der herrlichen Landschaft nehmen wir uns viel Zeit für die kleinen Wunder in Natur und Kultur, die da am Wegesrand liegen. Wir machen genügend Pausen, damit Zeit für Innehalten und auch Fotografieren bleibt. Die Wanderungen selbst nicht sonderlich anstrengend, erfordern auch keine Schwindelfreiheit, jedoch verlaufen diese meist in unwegsamem, unebenem Gelände mit teilweise Höhenanstiegen bis zu 300 Höhenmetern. Es sind also keine sportlichen Höchstleistungen, die wir erbringen wollen, von daher genügt eine durchschnittliche Grundkondition, etwas Wandererfahrung und Freude an der Bewegung in der Natur. Die Wanderungen variieren zwischen einer und vier Stunden. Sie führen uns in phantastische Natur- und Bergregionen, wo keine Straßen hinführen, denn hier spielt sich das wahre Naturwunder Madagaskars ab. Auch verlassen wir dabei die gängigen Touristenrouten und sehen Dinge, die man sonst nicht sieht. Genauere Infos zu Anforderungen und Gehzeiten erfahren Sie im Detailprogramm der jeweiligen Reise. Unsere Reiseleiter sind auch geschulte Wanderführer und stets darauf bedacht, allen Teilnehmern im Vorfeld der Touren genügend Informationen zu geben, so dass auch ggf. Alternativen gefunden werden können.

Unterbringung: Bei der Auswahl unserer Hotels und sonstigen Übernachtungsstätten legen wir Wert auf das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis, natürlich Sauberkeit und ein sympathisches Ambiente. Dabei richten wir uns weniger nach der landläufigen Meinung über „die besten Hotels am Platz“, sondern nach unserem eigenen Ermessen, denn oftmals sind die kleineren, familiengeführten Häuser viel angenehmer als die anonymen 4 oder 5 Sterne-Hotels, die sich weltweit gleichen und in Madagaskar oftmals doch nicht den erwarteten Standard bieten. Unsere Übernachtungen finden also sowohl in guten Mittelklassehotels (landesübliche Kategorie) als auch in einfacheren Bungalows / Lodges, manchmal, wo es überhaupt keine Alternativen gibt, auch in sehr einfachen Häusern sowie – auf unserer Reise „Fremde Welten – erhabene Momente“ - in Zelten statt. Für die Zeltübernachtungen benötigen Sie einen eigenen Schlafsack, die Zelte und auch Schaumstoffmatten werden von uns gestellt. Die Zeltübernachtungen erfolgen meist in der freien Natur, somit sind an diesen Tagen keine sanitären Einrichtungen vorhanden, jedoch macht diese Naturerfahrung eventuelle Entbehrungen diesbezüglich wieder mehr als wett. In manchen Camps sind wiederum einfache sanitäre Anlagen vorhanden. Natürlich führen wir stets genügend Trink- und Waschwasser mit uns.
 
Ein Visum ist für Madagaskar erforderlich, jedoch erhältlich bei der Einreise am Flughafen (ca. 35,- Euro). Impfungen sind nicht zwingend vorgeschrieben sofern Sie nicht aus einem Infektionsgebiet von Cholera oder Gelbfieber einreisen. Dringend empfohlen ist eine Malaria-Prophylaxe sowie ggf. eine Impfung gegen Hepatitis A und B (weitere Infos allgemeiner Art erhalten Sie mit Ihrer Reisebestätigung).
 
Unsere sympathischen und kompetenten Reiseleiter sind, wie erwähnt, allesamt deutschsprachige Madagassen. Sie wissen genau, was unsere Gäste erwarten, denn sie wurden von uns selbst vor Ort geschult und hatten aber auch davor schon reichlich Erfahrung. Sie haben meist Germanistik studiert, viele von ihnen waren auch bereits einmal in Deutschland. Von daher kennen sie unsere Denkweise erstaunlich gut und können somit bestens zwischen den Kulturen vermitteln. Mit vielen von ihnen verbindet uns eine jahrelange Freundschaft, ihnen vertrauen wir ohne Bedenken die kompetente und begeisternde Führung unserer Gruppen an.

Änderungen vorbehalten! Bitte beachten Sie, dass bei unseren Reisen nach Madagaskar der Programmverlauf je nach Wetterlage und sonstigen Einflüssen, auf die wir keinen Einfluss haben (z.B. Unpassierbarkeit der Straßen), etwas variabel sein muss. Diese Änderungen würden dann jedoch immer im Interesse der Gruppe und des Reiseerlebnisses geschehen. Wir halten uns natürlich nach bestem Wissen und Gewissen an die Ausschreibung, sodass Sie sich auf die vorgenommenen Besichtigungspunkte weitestgehend verlassen können.
 
Über Madagaskar allgemein – was uns wichtig ist:
 
Madagaskar ist kein Land, in dem die Pyramiden stehen oder sich spektakulär die Victoria-Fälle in die Tiefe stürzen. Beim Gerangel um die „neuen 7 Weltwunder“ hat sich Madagaskar leise bedeckt gehalten. Denn hier liegt das Spektakuläre im Speziellen, das die Liebhaber von „stillen Wundern“ eher in Ekstase versetzen als Abhaker von Sehenswürdigkeiten. Hier fasziniert, dass das Land durch seine Unerschlossenheit noch vieles zu entdecken lässt.

Natürlich werden Sie auf unseren Madgaskar Reisen die bekannten Highlights der Insel erleben. An den possierlichen Lemuren, bunten Chamäleons und seltenen Schmetterlingen sowie an den skurrilen Baobabs, Fächerpalmen und endemischen Sukkulenten werden Sie sich kaum satt sehen können. Allerdings gibt es hier auch jede Menge weniger bekannte, aber umso faszinierendere „Erlebenswürdigkeiten“: Reisterrassen wie auf Bali, verträumte Lehmdörfer am scheinbaren Ende der Welt, weiße Palmenstrände wie in der Südsee, eine hervorragende Küche, subtile Weinsorten, eine sowohl filigrane als auch temperamentvolle Musikkultur, eine spannende Besiedelungsgeschichte, die historisch und völkerkundlich gesehen den gesamten afroasiatischen Kulturraum mit einbezieht. Dazu eine einerseits sehr traditionell verwurzelte Bevölkerung, die jedoch genau wie wir im „Hier und Jetzt“ lebt, nur eben anders. Dieses „Anderssein“ möchten wir Ihnen erklären, dazu gehören Themen wie religiöse Vorstellungen, der Alltag, auch die Frage, ob Madagassen „arm“ sind oder einfach nur in einer völlig anderen Welt mit anderen Maßstäben leben, der Bezug zum Rest der Welt und viele mehr.

Wenn Sie Madagaskar wirklich verstehen und eine herrliche Reise erleben möchten, empfehlen wir Ihnen, sich offen auf das Land einzulassen. Reisen Sie nicht mit unserer mitteleuropäischen Vorstellung von den Dingen an. Seien Sie aufgeschlossen für neue Standpunkte. Wir sind in einem Land der so genannten Dritten Welt unterwegs, manches funktioniert hier eben nicht, wie wir uns dies manchmal gerne wünschten. Dafür faszinieren dann wieder die Menschen, die mit Schwierigkeiten sehr viel gelassener umgehen wie wir. Die Ankunft in der Hauptstadt Antananarivo (kurz: Tana) mag für manche erst einmal ein kleiner Kulturschock sein, aber sehr schnell zeigt sich, wie sehr sich dieses Land von vielen anderen afrikanischen Ländern unterscheidet. Hier leben etliche Volksgruppen mit vollkommen verschiedener Tradition und auch Hautfarbe extrem friedfertig miteinander. Die Kriminalitätsrate ist vergleichsweise extrem gering, die politische Stabilität ist gegeben. Wenn man nicht gerade zu Mitternacht alleine zu Fuß in den ärmeren Vierteln der Hauptstadt unterwegs ist, hat man nirgendwo das Gefühl der Unsicherheit. Viel zu liebenswürdig begegnen einem die Menschen, und ihre erstaunliche Lebensfreude steckt uns schnell an.
Wer Perfektion, deutsche Pünktlichkeit und schwäbischen Ordnungssinn erwartet, wird schnell Schiffbruch erleiden. Mit positiven Gedanken und einer wohlwollenden Einstellung Ihrerseits jedoch wird Madagaskar Sie nicht enttäuschen, im Gegenteil: Sie erhalten unmittelbar alle positiven „vibrations“ zurück und können so – wie wir selbst auch – mit einem immerwährenden Lächeln die Reise genießen. Dann wird Sie Madagaskar auch für immer in seinen Bann ziehen.

Tonga Soa! – Willkommen in Madagaskar!
Impressionen
  • Lemur in Madagaskar, Erlebnisreisen
  • Viehzüchter unterwegs, Madagaskar
  • Kinder am Flussufer
  • Familie in madagassische Dorf
  • Einkaufen am Straßenrand, Madagaskar Erlebnisreise
  • Auf der Insel St. Marie, Madagaskarreisen
  • Entspannung am madagassische Traumstrand
  • Auf den Pangalanes
  • Bei den Tsingy du Bemaraha
  • Abenteuerliche Fahrt durch den Westen Madagaskars
  • Auf dem Floß ein Stück flußaufwärts
Teilnehmerstimmen
Weites Land, Madagaskar Spezialreise
Schlange im Grünen, Madagaskar Erlebnisreise
Madagaskar Spezialreise
Flussüberfahrt, Madagaskar Erlebnisreisen
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