Island - Wanderreise: Abenteuer Hochland

15 Tage Zelt-Rundreise mit Wandern

Dort, wo die Erde erschaffen wird, erwarten uns wilde Vulkanlandschaften, bizarre Hochlandwüsten, gleißende Gletscher, kraftvolle Geysire und noch vieles mehr. Wir sind auf atemberaubenden Straßen und Wegen unterwegs und campieren während der Rundreise in Zelten. Diese Tour eignet sich für alle, die Island hautnah und intensiv kennenlernen möchten und auch etwas abenteuerlustig sind.

Höhepunkte der Island-Wanderreise

Inhalte

  • Abenteuer-Rundreise im Zelt
  • Sprengisandur Hochlandpiste
  • Wanderung in der Askja und Herdubreid
  • Myvatn See
  • Spektakuläres Landmannalaugar
  • Vulkanische Aktivitäten und heiße Quellen
  • Geysir und Godafoss
  • Island Reise mit Wandern & Zeltübernachtung

Merkmale der Island-Wanderreise

  • Wanderungen bis 6 Std. Gehzeit, oder bis 800 Höhenmeter, oder vergleichbare Anstrengung (Kälte,Unwegsamkeit etc.), mit etwas Grundkondition und Freude an Bewegung gut machbar, Wandererfahrung von Vorteil aber keine Voraussetzung
  • Die Wunder der Natur intensiv erleben
  • Überfahrten im Kleinbus
  • Übernachtungen im Zelt
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Island Hochland Reiseroute Island Hochland Reiseroute

Island gehört mit seiner wilden Vulkanlandschaft zu den spektakulärsten Ländern in Europa. Island muss man einfach selbst erleben, fühlen, begreifen. Highlights reihen sich mühelos aneinander: kraftvolle Geysire, gleißende Gletscher, friedvolle Fjorde, bizarre Hochlandwüsten, heiße Quellen und warme Flüsse. Doch wollte man alle Highlights der Insel im Nordatlantik mit ihren beeindruckenden Naturschauspielen aufzählen, bräuchte man Tage und würde ihr doch nicht gerecht werden können. 

Wir erleben auf unserer Expedition kreuz und quer durch das Hochland eines der letzten wahren Abenteuer. Auf atemberaubenden Wegen, die von grandiosen Naturschauspielen begleitet werden, führt uns diese Wanderreise zu überwältigenden und den schönsten Plätzen auf Island. Wir erleben in der Landschaft der Herdubreid eine fantastische Wanderung zwischen 3 und 6 Stunden in der bizarren Szenerie aus Tuff, Lavaschollen, Basaltwüste und Schlacke, die unter den dicken Gletschern der Eiszeiten entstanden ist. Nur von der Askja kann diese selten gesehene Mondlandschaft noch übertroffen werden. Unser Weg dorthin führt uns über eine spektakuläre Piste aus Lavaplatten, Sand und ein paar Mal durch Flüsse.

Mit einem geländegängigen Bus reisen wir auf Island mit maximal 12 Personen in einer kleinen Gruppe, kochen selbst und übernachten in Zelten. In der ohnehin auf Island vorhandenen Infrastruktur, macht uns diese Form des Reisens relativ unabhängig. Wenn das nächste Abenteuer ruft, ziehen wir weiter und wo die Sonne scheint, bleiben wir einfach etwas länger. Immer auf der Suche nach dem ultimativen Naturerlebnis erwandern wir uns die reizvollsten Gegenden. Dabei kommen zwischen 2 und 5 Stunden an Gehzeit zusammen – bei einfachem bis mittlerem Anspruch. Man benötigt dafür nur eine gute Kondition und eine gesunde Portion Teamgeist.

Eine Wanderreise, die auch ein kleines Abenteuer ist. Genießen Sie das Land der Elfen und Trolle in vollen Zügen und lassen Sie sich von den Naturgewalten und der Schönheit verzaubern.

 

Unsere Wanderungen:

  • durchschnittliche Grundkondition und etwas Wandererfahrung erforderlich
  • unwegsames, unebenes Gelände mit teils Höhenanstiegen bis 300 Höhenmeter, u.U. auch bei schlechtem Wetter
  • Reine Gehzeiten: zwischen 2 und maximal 5 Stunden (zuzüglich Pausen)

1. Tag: Abflug ab Frankfurt nach Keflavik

Nach der Ankunft in Keflavik führt uns unser Weg zunächst in die Hauptstadt Reykjavik. Dort schlagen wir unser Camp auf dem zentrumsnahen Campingplatz auf.

2. Tag: Reykjavik – Großer Geysir

Morgens begeben wir uns zu Fuß auf einen Stadtrundgang, werden das nordische Flair von Reykjavik genießen können und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenlernen. Danach bepacken wir unsere Fahrzeuge mit Nahrungsmitteln, Ausrüstung und Zelten, und los geht das Abenteuer. Unsere erste Etappe führt uns heute an die Geburtsstätte des ersten europäischen "Parlaments", in die Allmänner-Schlucht nach Thingvellir, wo wir einen kleinen Spaziergang zwischen den Kontinentalplatten Amerikas und Europas unternehmen.

Weiter geht die Fahrt zum berühmten Geysir. Hier wird uns zum ersten Mal die Natur in ihrer Gewaltigkeit bewusst. Wir übernachten entweder direkt an den Springquellen (bei Besichtigung Reykjaviks am Vormittag) oder fahren über den sagenumwobenen Wasserfall Gullfoss noch ins Hochland von Hveravellir.

3. Tag: Großer Geysir – Kerlingarföll / Hveravellir

Wussten Sie, dass es in Europa Wüsten gibt? Hier auf der Kjöllur-Piste wird uns bewusst, wie schön Einsamkeit und Weite sein kann. Wir passieren den Hvitarvatn-See, einige Gletscher (Lang- und Hofsjökull) und sind fasziniert von dem Zusammenspiel von Vulkanen, Eis und Geröllwüste. Wenn das Wetter gut ist, bleiben wir 2 Nächte in Hveravellir, wo wir dann die Gegend wandernd erkunden. Falls nicht: ein obligatorisches Bad in der heißen Quelle geht bei jedem Wetter!

4. Tag: Hveravellir – Nordfjorde

Gen Norden führt uns der Weg vorbei an der Torfkirche Vidimyri und dem Museumshof Glaumbaer (Besichtigung jeweils fakultativ) nach Akureyri, gelegen an den malerischen Gestaden der Nordfjorde. Rundgang und Übernachtung im Camp.

5. Tag: Region Myvatn See

Heute locken uns die vulkanischen Aktivitäten der Region um den Myvatn-See. Wir campieren 2 Nächte direkt am Ufer, von dort geht es mit unseren Fahrzeugen einmal rund um den See mit seinen vielen bizarren Naturphänomenen: Die Explosionskrater des Westufers sowie das Lava-Labyrinth von Dimmuborgir. Von dort wandern wir auf den Aschenkrater Kverfell und machen noch einen Abstecher in die heißen Grotten.

6. Tag: Region Myvatn See

Ein ruhigerer Tag gibt uns die Gelegenheit, auch einmal die Seele baumeln zu lassen. Wer Lust hat, kann bei gutem Wetter einen Rundflug zum Vatnajökull unternehmen oder eine Runde Reiten gehen (beides fakultativ). Oder einfach die reiche Vogelwelt direkt am See beobachten.

7. Tag: Myvatn See – Herdubreidlindar

Heute lassen wir uns bezaubern durch die quirlige Vulkanwelt aus Solfataren und Fumarolen am Namnarskard-Feld sowie im Gebiet Krafla auf dem Weg zu unserem heutigen Etappenziel, seiner Majestät der Herdubreid, ihres Zeichens Thronsitz der isländischen Götterwelt. Eine Piste führt uns zu diesem erhabenen Vulkan, der als Wahrzeichen Islands gilt. 1 Campübernachtung in Herdubreidlindar.

8. Tag: Wanderung an der Herdubreid

Die besondere Entstehung unter den dicken Gletschern der Eiszeiten machen die Herdubreid und ihre umgebende Landschaft zu einer phantastischen Szenerie aus Tuff, Schlacke, Lavaschollen und Basaltwüste, ideal für eine ausgiebige Wanderung (mehrere Möglichkeiten zwischen 3 und 6 Stunden). Wir betreten eine selten gesehene Mondlandschaft, die nur noch von der Askja übertroffen werden kann. Daher machen wir uns am Nachmittag noch auf, um dorthin zu gelangen. Es sind zwar nur wenige Kilometer, aber eine spektakuläre Piste, die uns teils über Sand, Lavaplatten oder Basalt, einige Male sogar durch Flüsse zu unserem Camp an der Drachenschlucht führt (2 Nächte).

9. Tag: Vulkan Caldera der Askja

Eine Tages- bzw. Halbtageswanderung (je nach Witterung) erschließt uns eines der landschaftlichen Highlights Europas, die Vulkan-Caldera der Askja. Hier finden wir Gelegenheit, ein Schwefelbad im "Höllenschlund" des Viti-Sees zu genießen oder uns vom tiefblauen, legendenumwobenen Kratersee verzaubern zu lassen.

10. Tag: Sprengisandur Hochland Piste

Heute nehmen wir die Route zurück über den Myvatn zur spektakulären Sprengisand-ur-Hochlandpiste. Hier erhalten wir ein weiteres Bild der "Wüste in Europa", entsprechend abenteuerlich ist unsere heutige Etappe. (1 Nacht in Nyidalur).

11. Tag: Sprengisandur Hochland Piste

Von Nyidalur zieht es uns durch das südliche Hochland mit vielen Stopps und ebenso vielen Flussdurchquerungen nach Landmannalaugar (2 Nächte im Camp).

12. Tag: Landmannalaugar

Hier erwandern wir uns eine idyllische Bilderbuchlandschaft mit bunten Bergen, wilden Bächen, herben Höhen und lieblichen Tälern, was bisweilen wie eine Zuckerbäckerlandschaft wirkt (je nach Wetter zwischen 3 und 6 Stunden). Abends dann erholen wir uns in den "warmen Flüssen" direkt am Camp, eine unglaubliche und wundersame Form des natürlichen Wellness...

13. Tag: Landmannalaugar – Vik / Seljavellir

Von Landmannalaugar aus verlassen wir das Hochland, vorbei an der Eldgiau-Schlucht (kleine Wanderung) an die Südküste nach Vik. Dort erwartet uns der malerische Vogelfelsen von Dyrholey. Vielleicht sind sogar noch einige Papageientaucher da? Zumindest die nordischen Sagen werden einem beim Anblick dieses zauberhaften Küstenstreifens vor Augen geführt. Wir campieren eine Nacht entweder bei Vik oder in Seljavellir.

14. Tag: Vik / Seljavellir – Reykjavik

Die Rückfahrt nach Keflavik wird uns in malerischer Weise durch reizende Wasserfälle (Seljalandsfoss, Skogarfoss) und die schwarze Gletscherzunge des Myrdalsjökull versüßt. Übernachtung in Reykjavik.

15. Tag: Rückreise nach Frankfurt

Heute geht es von Keflavik zurück nach Deutschland. (Rückflüge zu anderen Flughäfen starten ggf. spätabends und gehen über Nacht mit Ankunft am nächsten Morgen).

Allgemeine Hinweise:

Insgesamt legen wir ca. 2000 km zurück, die einen gelungenen Eindruck von Island vermitteln. Wir nutzen Campingplätze mit manchmal guter, manchmal eher wenig Infrastruktur und schlafen in 2-Personen-Doppeldachzelten. Ein Gruppenzelt ermöglicht uns das gemeinsame Zubereiten von Frühstück und einfacher warmer Mahlzeiten am Abend. Ein Lunchpaket für den Mittagssnack entnehmen wir der Frühstückskiste. Islands Sommerwetter der letzten Jahre war auch geprägt von Schönwetterphasen (kurzfristig sogar bis 25 Grad) bei gelegentlichen Regenschauern, wobei es nachts durchaus bis zum Gefrierpunkt abkühlen kann. Natürlich lassen sich keine konkreten Aussagen machen, aber letztlich sind Islandreisende stets überrascht über das eher gute Wetter.

Änderungen vorbehalten!

Bitte beachten Sie, dass bei dieser Abenteuerreise der Programmverlauf je nach Wetterlage und sonstigen Ereignissen, auf die wir keinen Einfluss haben (z.B. Unpassierbarkeit der Straßen), variabel sein muss. Ebenso behalten wir uns ausdrücklich Änderungen der Übernachtungsorte vor, da unser Reisekonzept geradezu darauf ausgerichtet ist, spontane und spannende Ideen dort umzusetzen, wo sie sich bieten. Änderungen geschehen jedoch immer im Interesse der Gruppe und des Reiseerlebnisses. Wir halten uns natürlich weitgehend an die grobe Ausschreibung (s.o.), so dass Sie sich grundsätzlich auf die vorgenommenen Besichtigungspunkte verlassen können.

Leistungen der Island-Wanderreise

  • Flug (Economy) von Frankfurt nach Keflavik und zurück, andere Abflughafen auf Anfrage, ggf. Aufpreis
  • 14 Übernachtungen wie beschrieben in 2-Personen-Iglu-Doppeldachzelten (teilweise auf Campingplätzen mit einfacher Ausstattung)
  • Vollpension ab 2. Tag (reichhaltiges Frühstück, mittags Lunchpaket vom Frühstück, abends einfache, warme Hauptmahlzeit)
  • Rundreise im geländegängigen Bus
  • Qualifizierte Travel To Life-Reiseleitung

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Rückflügen in andere deutsche Städte (alle außer Frankfurt), bzw. in die Schweiz und nach Österreich teilweise um Nachtflüge mit Ankunft am Montagvormittag handelt.

 

 

Island-Wanderreise mit Travel To Life. Abenteuer Hochland im Zelt.

 

Den Sommer im Norden verbringen?

Auf diese Idee kommen nicht viele. Doch mit aller Vorsicht nun! Wer einmal im hohen Norden eine Reise unternommen hat der wird vielleicht süchtig bis an sein Lebensende sein. Nimmt man das erste Buch über Island in die Hand so ist es eindeutig: "Da möchte ich hin." Island hat allein durch Bilder die man sich ansieht ein solchen Sog, welchem man sich kaum entziehen kann. Also nichts wie los mit dem Rucksack voller kontroverser Dinge. Zwischen Winterjacke und Badehose ist alles dabei. Von Sonnencreme über Handschuhe, von Mückenspray bis Polarschlafsack ist alles eingepackt. Das Flugzeug trägt uns über den Atlantik bis die Insel irgendwann unter der Wolkendecke auftaucht. Es ist zwar sehr spät am Abend aber dafür soweit nördlich nicht wirklich dunkel. So dramatisch die Landschaft aus Steilklippen in Konturen nun zu entdecken ist kommt sofort das Gefühl von Magie auf. Hier ist Zauberkraft am Werk, nicht umsonst reisen wir von nun an im Land der Elfen, Trolle und weiteren Wesen. Am Flughafen gleich begrüßt von unserem Reiseleiter fahren wir eine knappe Stunde nach Reykjavik, in Islands Hauptstadt. Alle Mitreisenden sind müde und nach einer kurzen Einweisung legen sich alle sofort ins Zelt schlafen. In dieser ersten Nacht träume ich nichts. Früh klingelt der Wecker, leichter Regen fällt auf die Zeltdecke, noch ist nichts im Camp zu hören. Im Gruppenzelt steht schon alles bereit für das Frühstück. Kaum sind alle erwacht, sitzen wir beisammen und sprechen über unsere Vorstellungen von Island. Keiner aus unserer Gruppe ist jemals zuvor hier gewesen, kaum jemand kann sich unter der kleinen Insel so weit abseits vom restlichen Europa bildlich etwas vorstellen. Doch bei einem sind wir uns einig: "Wir wollen diese Reise, egal wie das Wetter wird. Dafür sind wir hier." Nach dem Frühstück fahren ins Zentrum von Reykjavik. Neben den kleinen „touristischen Strömen“ und unserem Treffpunkt an der mächtigen Halgrimmskirkja spazieren wir ein wenig umher und gewinnen einen ersten Eindruck. Mit dem Hausberg Esja in der Ferne, dem riesigen Hafen am Rande, den funktionalistischen wie historischen Gebäuden wird uns klar, dass Reykjavik eine aufstrebende Metropole ist, sich selbst verkörpert, das Gefühl von Stolz verbreitet. Jedoch sind wir nicht hier, um Souveniers zu kaufen und kaum blicken wir auf die Uhr ist der Zeitpunkt nah. Auf geht´s! Raus aus der Stadt, weg von den vielen Menschen, weg von der Zivilisation. Der Hunger nach Abenteuer steckt in uns allen. Auf unserem Weg in Richtung des Hochlandes halten wir in Thingvellir und der Allmänner-Schlucht. Wir erleben die Trennung der Kontinentalplatten hautnah, erfahren wie die Natur für die ersten Siedler ein natürliches Theater schuf, um hier politische Treffen zu organisieren in einem Land voller freier Menschen.

Weiter zieht sich unser Weg zum Geysir. Hier in seiner Berühmtheit spüren wir zum ersten Mal die Lebendigkeit der Erde und jubeln bei jedem Ausbruch der Heisswasserfontäne. Die ersten Eindrücke lassen uns noch lange im Camp darüber sprechen während die Sonne den Tag füllte und uns auf gutes Wetter für Morgen hoffen lässt. Kaum geschlafen und schon wieder aktiv. Voller Vorfreude bauen wir unser Camp ab, tanken den Wagen kurz auf und fahren zum mächtigen Gullfoss. Reißende Ströme über die Kasskaden donnern in die Schlucht und die Gischt umhüllt uns wie ein Dauerregen. Mehr nass als trocken steigen wir ins Fahrzeug zurück, stärken uns mit einem Stück isländischer Schokolade und fahren vom letzten Außenposten hinaus in die Wildnis. Nach einem letzten Stück Asphalt endet die geordnete Welt. Schotterpisten mit Schlaglöchern warten auf uns, unser Fahrer ist nun hochkonzentriert und spricht kein Wort mehr mit uns. Dies ist auch nicht nötig, zu sehr verschlägt uns die Landschaft die Sprache. Die Sonne bricht alle Wolken auf und zieht die Vorhänge beiseite. Jetzt zeigt sich Island! Der riesige Langjökull (Gletscher) mit den spitzen Erhebungen des Jarlhettur davor bringt uns nicht nur ins Staunen, wir fragen uns auch wie eine solche vollkommene Schönheit möglich sein kann. Für Stunden fahren wir durch die ewige Steinwüste, sind uns der Leere in der Landschaft bewusst aber schätzen zugleich die überdimensionale Monotonie. In Kerlingarfjöll wird es bergig. Die Weibsberge erstrahlen in voller Größe und wir wandern im Museum der Erdentstehung. Noch nie erlebte jemand von uns die Entstehung von Erde so nah wie in diesem Gebiet. Ich glaube es gibt keinen besseren Weg als die Welt wandernd zu begreifen. Keiner von uns braucht eine Pause. Wir essen hastig und spüren die Sucht nach mehr, nach mehr Landschaft. In unserem Wagen geht es weiter durch das brachliegende Ödland. 60% der Insel sehen so aus? Man kann dies nur schwer vorstellbar machen. Am frühen Abend treffen wir in Hveravellir ein. Zuletzt sitzen wir mit einem kalten Bier in einem Hot Pot und reden über das Erlebte. Während wir uns umrandet von Gletschern in der Ferne umsehen entdecken wir, das hier draußen sich niemand verloren fühlt, wir bemerken eher, dass wir alle ein Lächeln auf den Lippen haben.

 

Ein weiterer Tag auf der Schotterpiste.

Über Akureyri geht es zum lieblichen Myvatnsee. Neben Pseudokratern, Lavafeldern und der Krafla (Vulkan) im Hintergrund verzehren unsere Augen alle Sehenswürdigkeiten die uns die Natur beschert. Die Myvatnregion ist einzigartig. Unser Camp direkt am See, blicken wir auf endlose Vogelgruppen, genießen das milde Klima und sind verzaubert von dem Reichtum an Abwechslung. Neben riesigen vulkanischen Gebilden, Aschekratern und klarem Wasser gibt es sogar kleine Waldgebiete. Es ist wie in einem Märchen. Die Tage am Myvatn sind entspannt. Wir haben mehr Zeit unsere Gedanken zu sortieren, zu verstehen warum Island uns so überfällt mit der Gewaltigkeit von Eindrücken, welche wir noch lange nach der Reise nicht verarbeiten werden. Jeder kann auch etwas für sich unternehmen. Manche gehen Reiten, andere gehen im Naturbad baden, wieder andere starten einen Rundflug über die Askja... unser nächstes Ziel. Mit mehr als nötig im Anhänger unseres Wagens starten wir wieder in die Wildnis. Der Wechsel aus Zivilisation und Wildnis gefällt mir. Man verschwindet und taucht wieder auf. Dieses Mal geht es durch Flüsse, über Lavabrocken bis in die Oase von Herdubreidlindir. Ich habe schon viel über die Askja gelesen, auch das dieser Zentralvulkan mehrere Calderen in sich verschachtelt hat und egal ob am Myvatn oder hier, die Vulkane in Island generell aktiv sind und in nächster Zeit hat niemand die Gewissheit, dass nicht doch mal wieder einer ausbricht. Somit bilden wir uns Erruptionen unter uns ein während wir durch den Lavasand spazieren. Nachdem wir die ersten Flüsse mit Leichtigkeit durchquert hatten hielten wir am Rande der Sandpiste einfach mal an, verließen das Auto und gingen ein Stück in die Landschaft hinein. Jetzt wo jeder seinen Weg gehen kann wird uns deutlich welche Anziehungskraft diese weite Landschaft hat. Je mehr ich mich von der Gruppe entferne spüre ich die Stille. Hält man den Atem an hört man nichts. Die Weite erzeugt einen Sog dem ich verfalle und immer weiter in die Landschaft gehen möchte. Die Heimat verblasst, die Ferne rückt nun nah. Schweigend laufen wir umher, begreifen warum Isländer von Natur aus schweigsamer sind als andere Völker. Warum auch? Es bedarf in der Stille niemand zu sprechen, denn wo sonst erleben wir sie? Den letzten Fluss durchquert kommen wir im Schatten der Herdubreid an. Ein Tafelvulkan mit Schneehaube aus dem Bilderbuch. Nach einer gemütlichen Wanderung in der Region sitzen wir am Abend zusammen und sprechen über die Abenteuer von Ina von Grumbkow. Damals in 1908 als erste Frau zu Pferd in der Askja, überhaupt im Hochland unterwegs schrieb sie über ihre Erlebnisse auf der Suche nach ihrem Mann, der am Öskjuvatn verschwand. Unser Reiseleiter sagt, dass genau dieser See unser nächstes Ziel ist.

Die Sonne scheint schon wieder. Wir verstehen nicht warum wir so ein unverschämtes Glück haben. Durch ewigen vulkanischen Schaum (Bimsstein) geht es bis zum steinernen Camp in der Askja. Wir nehmen sofort eine Wanderung auf, wollen den Öskjuvatn erreichen und im Eingang der Hölle (Vitikrater) baden gehen. Ich könnte hier ewig sitzen und mir die Finger wundschreiben über jedes Detail dieser großartigen Landschaft berichten, doch manchmal ist die Grenze erreicht an der ich sage; "Es ist sinnvoller selbst diese Reise zu unternehmen, denn ich finde keine Worte so etwas Schönes zu beschreiben." Am Rande des Öskjuvatn pausieren wir, spirngen in die wohlig warme milchige Suppe des Vitikraters und sagen uns, dass dies das beste Freibad der Welt ist. Schon bald führt uns unser Weg zurück aus der Askja, doch die Wildheit ist noch längst nicht besiegt. Wir fahren auf dem legendären Sprengisandur in Richtung Süden. Nichts als Nebel und Steinwüste liegt auf unserem Weg. Eine ungeahnte Größe. Wir sind zu allem bereit und zeigen der düsteren Atmosphäre keine Angst. Der Regen sei hier normal meint unser Reiseleiter. Durch mächtige Flussläufe geht es hindurch, unser Auto kämpft verzweifelt gegen die Strömungen aber doch schaffen wir es bis nach Nydalur und schlafen bei starkem, kalten Wind mit der Zeltplane in unserem Gesicht ein. Wird Island nun seine andere, extreme Seite zeigen? Wir lagen wieder falsch. In Island scheint nichts geregelt zu sein. Man lebt mit dem Moment und plant nicht in die Zukunft. Es gilt den Tag zu nehmen und zu leben wie er eben kommt. Man merkt dies bei Gesprächen mit Isländern. Ich erlebte sie relativ zurückhaltend, freundlich aber auch gewissenhaft. Sie verstehen ihr Land besser als alle anderen, warum sollte ich auch irgendetwas in Frage stellen? Mit staubigen Lungen erreichen wir den Süden. Landmannalaugar ist unser Ziel. Ein letzter Blick in Richtung der Wüste und schon sind wir wieder auf Asphalt unterwegs. Zum Glück nur für kurze Zeit. Wenn ich über die Wüste nochmal nachdenke erkenne ich selbst, dass diese Form von Landschaft nicht bloß unbewohnbar, lebensfeindlich oder trostlos wirkt. Sie zeigt uns auch wie klein wir sind, dass wir uns in ihr nicht verlieren sondern auch zu uns selber finden können. Mit jeder Reise lernt der Mensch etwas Neues, entwickelt sich auf unterschiedlichen Ebenen weiter. Darum stärkt Reisen uns auch so gewaltig. Nach einem kurzen Tankstopp geht es nochmal auf die Schotterpiste bis wir Landmannahelid erreichen. In den nächsten Tagen stehen noch einige Wanderungen an. Das Camp ist nicht gerade gut besucht zu unserem Glück. Hier können wir nochmal in uns gehen, erklimmen einige Höhen und freuen uns über die weiten Blicke in eine Märchenlandschaft sondergleichen.

Im darauf folgenden Tag wandern wir durch die Ryolithlandschaft von Südisland. Wie eine Zuckerbäckerlandschaft ziehen sich die Berge in die Ferne, lassen uns wieder Staunen und Schweigen während der Wind auf den Gipfeln bläst und uns nur für kurze Zeit diesen unvergesslichen Einblick gewährt. Doch allein ein solch kurzer Moment ist schon so bedeutsam. Wir sind so verträumt, so verliebt in Island, dass wir keinen Gedanken verschwenden diese Reise eines Tages zu beenden. Und doch müssen wir leider weiter. Wir wollen noch einen letzten Trip wagen. Nochmals geht es durch Flüssen, Berg rauf Berg runter. Der Wagen kämpft verbittert gegen jeden Steinschlag, wir schlafen unter dem monotonen Dröhnen der Maschine ein. Als ich erwache erblicke ich nur grüne Täler. Die wenigen fruchtbaren Landstriche im Süden tauchen wie aus dem Nichts hinter dem Rücken des Hochlandmonsters auf und geben uns den Blickfang für Zivilisation. An der Südküste Islands übernachten wir in Vik. Der Nebel umhüllt die steilen Klippen in welchen Eissturmvögel nisten, in der Ferne rauscht das Meer und wir grillen uns frischen Lachs mit Folienkartoffeln. Es regnet aber das stört uns nicht. Wir hatten so viele Tage ungewöhnlich schönes Wetter, da rüttelt der Regen im Süden auch nicht mehr an unserer guten Laune. Wo hat man schon solches Glück wie hier in Island?

Nochmals packen wir unsere Ausrüstung und nochmals geht es entlang der Küste in Richtung Reykjavik. Wir stoppen hier und da, sehen Seevögel und Klippen, Pferde und gigantische Wasserfälle. Hier wird der Märchenlandeffekt wieder deutlich. Ja, dies hier ist das verwunschene Land der Trolle.

Am späteren Nachmittag bauen wir unser Camp wieder in Reykjavik auf. Nach einer kurzen Erfrischung geht es am Abend in die Innenstadt zu einem gemeinsamen Abendessen. Wir haben als Leihe, als Anfänger begonnen und beenden diese Reise mit einem isländischen Traditionsessen. Jeder willigte ein dieses Abenteuer der nordischen Kulinarik zu erleben und somit wundern uns Papageintaucherfilets, Rentierpasteten und der berühmte „Gammelhai“ auch nicht. Lachend und lallend verlassen wir das Restaurant, gehen noch aus in die wilde Nachtszene der Isländer, hören Gespräche wovon wir kein Wort verstehen, lauschen der befremdlichen Musik und stolpern in den Morgenstunden in unsere Zelte zurück.

Egal wie lange wir morgen schlafen, egal wann es Frühstück gibt, wir sind zufrieden und glücklich und bei einem sind wir uns alle sicher:

 

"Abenteuer steckt in uns allen."

 

           

          

              

                 


        

                    
                
   

 

                 
                        

                 
             

                         

Was verbindet uns mit Island?

Seit über 22 Jahren ist Travel To Life-Geschäftsführer Andreas Damson als Reiseleiter, Reiseveranstalter und Privatmensch in Island unterwegs. Seine erste Begegnung als „Südländer“ mit dieser arktischen Welt hat ihn von Anfang an vor allem wegen ihren Hochlandwüsten und -Pisten verzaubert („ich dachte, ich wäre in der algerischen Sahara!“) und so ließ er alle Vorbehalte gegenüber „kalten Ländern“ sofort über Bord gehen, um seitdem fast jedes Jahr wieder dort zu sein. So sehr hat er sich in dieses unglaubliche und seiner Meinung nach spektakulärste Land Europas verliebt.
 
Island war zusammen mit Madagaskar das erste Reiseziel, das Travel To Life (damals noch Travel & Personality) seit Firmengründung angeboten hatte. Hiermit begann alles und seitdem hat sich unser Unternehmen zu einem Island-Spezialisten entwickelt, der sich mit langjähriger Erfahrung auch mit ungewöhnlichen Touren (u.a. Zeltreisen, Winterreisen, Sondergruppen und Spezialreisen etc.) seinen Platz bei den Experten erobert hat.
 
Mittlerweile waren fast alle Travel To Life-MitarbeiterInnen und knapp die Hälfte aller unserer Reiseleiterinnen dort. Regelmäßige Reiseleiter-Einarbeitungsreisen und die eine oder andere Sonderreise bringen selbst noch die Geschäftsführer Andreas und Annette immer wieder in dieses faszinierende Land. Auch das Know-How unserer ReiseleiterInnen wird von Jahr zu Jahr immer größer, und so kommt es, dass es in unserem Programm ab und zu besondere Reisen mit wirklichen Geheimtipps und Orten gibt, wo kaum jemand anderes ist und wo sich Island immer so anfühlt, wie noch vor 30 Jahren. Sie kennen Orte, an denen man noch immer das nahezu unbekannte Island entdecken kann. Genießen Sie mit Ihnen zusammen in unbekannteren „heißen Pools“ die Erzählungen über Trolle und Elfen, grillen Sie mit ihnen zusammen frischen Lachs und begegnen Sie mit ihnen aufgeschlossenen Einheimischen, die sich wirklich über Ihren Besuch freuen.
 
Auch diverse Universitäten lassen sich seit Jahren von uns die „Großen Geografischen Exkursionen“ dorthin organisieren und durchführen. Wir können also mit Recht behaupten, wahre Island-Experten zu sein.
 
Vertrauen Sie unserer Erfahrung und Kreativität bei Ihrer Urlaubsentscheidung, wir versprechen, Sie rundum zu begeistern.
Datum von Datum bis Dauer Bemerkung Preis pro Person Teilnehmerzahl
08.07.2018 22.07.2018 15 Tage 2.495,00 EUR 10-12 Termin buchen
15.07.2018 29.07.2018 15 Tage 2.495,00 EUR 10-12 Termin buchen
22.07.2018 05.08.2018 15 Tage 2.495,00 EUR 10-12 Termin buchen
05.08.2018 19.08.2018 15 Tage 2.495,00 EUR 10-12 Termin buchen

Abenteuer Hochland für Alleinreisende

Datum von Datum bis Dauer Bemerkung Preis pro Person Teilnehmerzahl
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Einzelzeltzuschlag: 120,- €
Impressionen
  • Der Godafoss
  • Zeltreise in Island
  • Wanderreisen in Island
  • Wandern auf die Vulkan-Caldera der Askja
  • Gemeinsames Bad im Hot Pot
  • Auszeit am Herðubreið
  • Pause am Askja
  • Bunte Berge bei Landmannalaugar
  • Kleingruppenreise in Island
Teilnehmerstimmen
Traumhafte Islandreise
Zeltcamp in Hveravellir
Blick auf den Herðubreið
Rundreise in Island
Wandergruppe am Askia
Der Askia
Wir beraten Sie gerne! 0711-75 86 777 0511 - 35 39 32 56