Mosambik/Südafrika - Safari bei den Big Five und Palmenstrände

19 Tage Entdeckerreise und Erholung

Das quirlige Leben Mosambiks mit seinen unterschiedlichen Kulturen, das traditionelle Königreich Swasiland und auf Safari in Südafrika: diese Entdeckerreise ist auch für erfahrene Fernreisende voller Geheimnisse und Überraschungen. Herrliche weite Strände in Mosambik laden zum Entspannen ein. In Mosambik lockt die bunte, quirlige Kultur, welche durch afrikanische, arabische und portugiesische Einflüsse geprägt ist. Wir suchen die BIG Five im Krüger Nationalpark und Greater Nationalpark. Wir lernen die einheimische Kultur und die Menschen kennen und erhalten Einblicke in die Tierwelt.

Höhepunkte von Safari und Palmenstrände

  • "Big Five" im Krüger Nationalpark und Greater Krüger Park
  • Übernachtung in traditionellen Hütten in Swaziland
  • Zu Fuß im Königlichen Nationalpark Hlane, Swaziland
  • Quirliges Maputo, bunter Markt von Bilene
  • Geschützte Barra & Tofo-Bucht mit langen Sandstränden
  • Beobachtung von Wasserschildkröten
  • Ruhiges Reisetempo, häufig mit zwei Übernachtungen an einem Ort
  • Erkunden Sie Mosambik, Swaziland und Südafrika mit TRAVEL TO LIFE

Merkmale von Safari und Palmenstrände

  • Schwerpunkt: Wunder der Natur
  • Schwerpunkt: Vielfalt der Kultur
  • ...auch mal am Strand erholen & Zeit für sich haben
  • Schwerpunkt: Tierbeobachtung / Safari
  • Überfahrten im Kleinbus
  • Unterkunft in Gästehäusern / Lodges, urig. Manchmal einfach, immer sauber!
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Reiseroute Südafrika, Swaziland & Mosambik Reiseroute Südafrika, Swaziland & Mosambik

Safari-Reise: Einblicke in die fantastische Tierwelt 

Die Nationalparks Limpopo und Krüger sowie der Greater Kruger Park locken mit ihren "Big Five". In beiden Parks gibt es keine Zäune und so bewegen sich die Wildtiere in beiden Gebieten ganz frei. Im Greater Krügerpark haben wir manchmal die Möglichkeit, früh morgens mit einem Ranger auf eine Fußpirsch zu gehen.

In traditionellen Rundhütten übernachten wir in Swasilands ältestem Nationalpark Mlilwane und unternehmen im Naturschutzpark eine Wanderung durch die sanften Hügel. Mit viel Begeisterung zeigen die Einheimischen häufig ihre Kultur mit traditionellen Gesängen und Tänzen. Wir übernachten in Rundhütten aus Gras. Wir erkunden einen Teil des königlichen Nationalpark Hlane, per Fahrrad oder zu Fuß. Das 30.000 ha große Schutzgebiet ist Heimat von Elefanten, Löwen, dem Breitmaulnashorn, die in einem abgezäunten Teil des Parks leben. Auch im benachbarten Mbaluzi Game Resort haben wir die Möglichkeit, die Natur erkunden.  

Weiße Sandstrände am Indischen Ozean

Mozambiks Hauptstadt Maputo statten wir einen Besuch ab, die berühmt ist für ihre geschäftigen Märkte, Musik und Latino Kultur mit Straßencafés. Entspannte Tage verbringen wir mit Bademöglichkeit in Bilene und bei einem Bootsausflug mit Beobachtung von Meeresschildkröten. Entlang des Indischen Ozeans führt unsere Reise weiter in Richtung Norden in die Bucht von Barra und Tofu. Die Lebensweise der Bevölkerung und die weißen Sandstrände mit ihren leuchtenden Farben sind ein einziger Genuss. Oberhalb des Strandes übernachten wir in einfachen Cottages.

Salzgewinnung, Buschküche & Lagerfeuer 

Sobald wir Südafrika erreicht haben, begegnen wir im Krüger Nationalpark Affen, Flusspferden und Elefanten. Mit etwas Glück entdecken wir bei einem nächtlichen Spaziergang Buschbabys. Übernachtet wird in festen Zeltcamps. Wir lernen auf einer Wanderung durch den Busch einiges über die Pflanzenwelt, ihre Verwendung und bekommen einen Einblick in die traditionelle Lebensweise eines Chiefs und seiner Familie. Hier zeigen uns Frauen die mühevolle Arbeit der Salzgewinnung und ihre Begeisterung für dieses Handwerk. Am Lagerfeuer unter freiem Himmel gibt es am Abend Buschküche und wir übernachten im einfachen Camp mit Rundhütten.

Die bunte Kultur Mosambiks entlang der Küste des Indischen Ozeans von Maputo bis nach Barra Inhambane, welche durch afrikanische, arabische und portugiesische Einflüsse geprägt ist, ermöglicht uns Einblicke in ein bisher wenig von europäischen Reisenden besuchtes Land.

Das Programm mit "Bush & Beach" eignet sich für Reisende, die gerne Einblicke in die Tierwelt, Eindrücke traditioneller und moderner Kultur im Osten Südafrikas und im Süden Mosambiks erleben möchten. Zudem bleibt genügend Zeit, an herrlich weiten einsamen Stränden zu entspannen und genießen.
 

Legende

In Klammern:
Ü = Übernachtung; F = Frühstück; M = Mittagessen; A = Abendessen
Gefahrene Kilometer und ungefähre reine Fahrtzeit

1. - 2. Tag: Anreise

Flug nach Johannesburg (Nachtflug), Ankunft morgens am Tag 2. Abholung vom Flughafen. Auch wenn wir etwas müde ankommen, werden wir nach einem stärkenden Frühstück gen Osten aufbrechen und die Stadt hinter uns lassen. Gegen frühen Nachmittag erreichen wir unsere Herberge.
Ü: Herberge; (1xA)

3. - 5. Tag: Swaziland

Mlilwane Naturschutzgebiet (300 km, +/-4.5 Std.) und Hlane Royal Nationalpark (95km, +/- 2 Std.): Unser erstes Ziel ist Mlilwane, Swazilands ältestes Naturschutzgebiet. Wenn wir rechtzeitig im Camp sind, können wir in der Abendsonne einen ersten Spaziergang durch den Naturschutzpark unternehmen. Häufig zeigen die Einheimischen, mit viel Begeisterung für ihre Kultur, nach dem Abendessen traditionelle Tänze und Gesänge. Übernachtet wird in Rundhütten aus Gras, die jedoch den Luxus eines eigenen Badezimmers bieten.
Den zweiten Tag in Swaziland nutzen wir für eine Wanderung auf der Suche nach Gazellen, Antilopen und Zebras, denen man bis auf wenige Schritte nahe kommt.
Am Nachmittag wechseln wir unseren Standort und fahren weiter Richtung Hlane Royal Nationalpark, einem 30.000 Hektar großen Schutzgebiet und Heimat für Löwen, Elefanten, dem Breitmaulnashorn und verschiedener Vogelarten. Das Großwild lebt im Park in einem abgezäunten Gebiet. Die nächsten Tage verbringen wir damit, teilweise aus nächster Nähe diese Tiere zu beobachten. Je nachdem, ob wir direkt in diesem Park oder im benachbarten Mbaluzi Game Resort unser Camp aufschlagen, haben wir die Möglichkeit auch zu Fuß oder per Fahrrad (fakultativ) einen der Parks zu erkunden.
Ü: 4x in Swaziland, davon eine in einer traditionellen Hütten; (4xF/4xM/2xA)

6. Tag: Weiterfahrt nach Maputo, Mosambik

Wir fahren über die Landesgrenze und erreichen um die Mittagszeit Mosambiks Hauptstadt Maputo. Am Nachmittag wartet die Innenstadt auf einen kurzen Besuch von uns. Ein gemütlicher Bummel auf der Promenade zum Fährhafen und die Besichtigung des von Gustave Eiffel erbauten Bahnhofs bieten sich an. Maputo ist für seine Latino Kultur mit Straßencafés, Musik und geschäftigen Märkten berühmt. Beim Abendessen haben wir Gelegenheit, in einem Restaurant das lokale „Peri-Peri“, eine scharfe Soße, zu probieren (auf eigene Kosten).
Ü: im Hotel in Maputo, (F/M; 120 km, +/- 3 Std)

7. - 8. Tag: Maputo - Bilene

Herrlich liegt unsere Lodge in Bilene. Es locken entspannte Tage mit ausgiebigem Frühstück, Bademöglichkeit und der Gelegenheit, Meeresschildkröten bei einem Bootsausflug zu beobachten.
Ü: 2x Lodge, (je 2x F/M/A; 200 km, +/-3.5 Std.)

9. - 11. Tag: Bilene - Barra & Tofo Inhambane

Wir fahren weiter in Richtung Norden entlang des Indischen Ozeans. Unser Ziel am Abend ist die geschützte Bucht von Barra und Tofu mit ihrem weißen Sandstrand. Die Strände des Indischen Ozeans mit ihren leuchtenden Farben und der entspannten Lebensweise der Bevölkerung sind ein einziger Genuss. Wir übernachten in einfachen Cottages direkt oberhalb des Strandes. Die reichhaltige Unterwasserwelt vor der Küste bietet sich hervorragend zum Schnorcheln und Tauchen an. Weitere fakultative Ausflüge während des Aufenthalts sind möglich. Auch ein Ausflug in den kleinen Ort Inhambane mit seinem quirligen Fährhafen, dem bunten Markt und der alten Kirche lohnt sich.
Ü: 3x Jeffs Palmresort; (je 3x F/M; 350 km, +/-6 Std.)

12. Tag: Weiterfahrt Xai-Xai

Nun werden wir uns auf den Weg in Richtung Krüger Nationalpark machen. Die Strecke ist recht weit und wir unterbrechen die Fahrt in Xai Xai. Am Nachmittag werden wir Zeit haben, um am Strand spazieren zu gehen und ein letztes Mal das Meer zu genießen. Vielleicht sind hunderte von Krabben da, die sich von den Wellen überspülen lassen. Oder die Affen klettern durch das Buschwerk.
Ü: Lodge; (F/M/A; 250 km, +/- 3,5 Std.)

13. Tag: Krüger Nationalpark

Im Westen von Mosambik durchqueren wir den Limpopo Transfrontier-Park bevor es wieder über die Grenze geht. Der Park ist noch im Aufbau und die Tierdichte bei Weitem nicht so hoch wie die im Krügerpark. Doch sobald Südafrika erreicht ist, beginnt der Game Drive, und man kann Elefanten, Flusspferde, Affen und die allgegenwärtigen Impalas beobachten. Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Lagerplatz oberhalb eines Flußtals. Nach dem Abendessen an der Feuerstelle bietet sich ein Spaziergang durch die Nacht an, um mit etwas Glück Bushbabys zu entdecken.
Ü: im festen Zeltcamp mit Gemeinschaftsbad; (F/A; 400 km / +/- 8 Std.)

14. Tag: Traditionelle Salzgewinnung, Baleni

Nach einer morgendlichen Pirschfahrt im Krüger Nationalpark geht es weiter nach Baleni. Hier erfahren wir viel über die traditionelle Lebensweise eines Chiefs und seiner Familie. Wir wandern durch den Bush, lernen etwas über die Pflanzenwelt und ihre vielseitige Verwendung kennen und kommen zu einem Highlight der Reise: die Gewinnung von Salz aus getrocknetem Flussschlamm. Mit viel Begeisterung für ihr Handwerk zeigen uns die Frauen ihre mühevolle Arbeit vom Abkratzen der Erde, über die Filterung, dem Einkochen bis hin zum fertigen Salz. Abends gibt es Buschküche unter freiem Himmel am Lagerfeuer.
Ü: im einfachen Camp mit Rundhütten; (F/M/A; 100 km / 4 Std.)

15. - 16. Tag: Safari im Großen Krüger Wildtierpark

Heute machen wir uns auf den Weg zu einem privaten Bushcamp an der Grenze zum Krüger Nationalpark. Der erweiterte Krügerpark schließt direkt an den Krügerpark an und die Wildtiere bewegen sich frei in beiden Gebieten, es gibt keine Abgrenzung durch Zäune. Weitere Tierbeobachtungen zu Fuß oder in offenen Fahrzeugen erwarten uns. Die Chancen hier die „Big Five“ zu sehen, stehen gut. Direkt vor den Zelten grasen Nyalas und Affen turnen in den Bäumen.
Ü: 2x im Zeltcamp mit eigenen, einfachen sanitären Anlagen pro Zelt, ohne Elektrizität; (je 2x F/M/A, 180 km, +/- 3,5 Std.)

17. Tag: Rückfahrt über die Panorame Route nach Johannesburg

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Johannesburg. Die Fahrt führt uns durch die Berge, wo ein Stopp bei den „Three Rondavels“ und bei einem Aussichtspunkt eingelegt wird. In Johannesburg werden wir am späten Nachmittag ankommen und ein gemeinsames Abendessen genießen.
Ü: Lodge; (F/A; 450 km, +/-8 Std.)

18. - 19. Tag Rückreise

Morgens besteht noch die Möglichkeit, Soweto zu besuchen. Wir besichtigen das Haus von Nelson Mandela, das Denkmal von Hector Pietersen und die Vilakazi Straße, die berühmteste Straße Südafrikas. Am Nachmittag des Tag 18 geht es zum Flughafen. Nachtflug mit Ankunft am Tag 19.
(F)
Datum von Datum bis Dauer Bemerkung Preis pro Person Teilnehmerzahl
07.07.2019 26.07.2019 20 Tage 3.790,00 EUR 4-9 Termin buchen
08.09.2019 27.09.2019 20 Tage 3.690,00 EUR 4-9 Termin buchen
20.10.2019 08.11.2019 20 Tage 3.690,00 EUR 4-9 Termin buchen

Einzelzimmerzuschlag: 285,- €

Leistungen der Safari-Reise

  • Flug (Economy) Frankfurt – Johannesburg und zurück (andere Abflughäfen auch Schweiz, Österreich mögl., ggf. Aufpreis)
  • 17 Übern. im Doppelzimmer/Doppelzelt: 8 x landestypische Hotels/Lodges, 3 x Cottages am Strand, 1 x traditionelle Hütten im Swaziland, 4 x feste Zeltcamps, 1 x Hütten im Bushcamp. teilweise mit gemeinschaftlich sanitären Anlagen
  • 17 x Frühstück, 14 x Mittag, 11 x Abendessen
  • Rundreise im Toyota Landcruiser oder Busch-MS-Sprinter inkl. Eintritte und Nationalparks laut Beschreibung
  • Ausflug nach Soweto
  • Qualifizierter deutschsprachiger Reiseleiter / Fahrer

    Nicht enthaltene Leistungen:
  • Visum für Mosambik (ca. 60€)

    Diese Reise ist nicht barrierefrei.
    Bei nicht Erreichen der Mindestteilnehmerzahl von 4 Personen behalten wir uns vor, die Reise bis 28 Tage vor Reisebeginn abzusagen.

Eine Reise nach Swaziland, Mosambik und Südafrika

1. Tag      

Mein Flug führte mich über Addis Abeba (Äthiopien) nach Johannesburg (Südafrika). Im Flugzeug saß ich neben einem sehr kommunikativen Inder, der seine Geographiekenntnisse zum Besten gab und, als ehemaliger Arzt, eine Gratis-Stunde in Medizin vermittelte.

 

2. Tag

Unsere erste Lodge in Südafrika lag idyllisch in einem kleinen Park in der Nähe des Flughafens. Während der Rest unserer Gruppe, der schon mit einem Direktflug am Morgen angekommen war, Soweto besichtigte, genoss ich auf meiner Terrasse beim Rascheln des stetigen Windes eine Tasse Tee und Kekse. Vögel und Libellen schwirrten vorbei, ich fühlte mich sofort wie im Urlaub. Etwas später traf ich dann unseren Reiseleiter Chris und die anderen Gäste.

 3. Tag

Der nächste Tag begann stürmisch und kühl. Vor uns lag eine lange Fahrt über 400 km Grasebene, auf der es kaum Abwechslung gab. Auf einem Feld am Straßenrand pickten zig Perlhühner wie bei uns Krähen auf dem Feld. Wir passierten Wellblechhütten, Vorstadthäuschen mit Garten und Lehmhütten, vor denen die bunte Wäsche im Wind flatterte. Langstielige rosa Blüten standen wie Flamingos in der Landschaft. Auf einer Kuhweide graste ein Zebra und zwischen Ziegen spazierte ein Strauß. An der Grenze zu Swasiland, welche wir nach dem Mittagessen passierten, hingen Webervögelnester wie Christbaumkugeln an einem Baum. Das Ziel des heutigen Tages war der Mlilwane Nationalpark, den ich bereits auf meiner Reise 2012 besucht hatte. Die Tiere laufen direkt durch das Camp. Junge Warzenschweine haben mich beim Spielen beinahe umgerannt. Man kann im Park frei herumlaufen, da es keine gefährlichen Spezies gibt (außer Flusspferd und Krokodil, die jedoch im oder am Wasser bleiben). Ich nutzte gleich die Gelegenheit für einen Abendspaziergang und kam den Impalas, Nyalas, Zebras, Kudus, Gnus und Affen teilweise bis auf ein paar Schritte nahe. Beim Abendessen sorgten die vielen Menschen im Restaurant und das Konzert der Zikaden dafür, dass man sich kaum unterhalten konnte. Später zeigten uns die Einheimischen dann noch ihre traditionellen Tänze zu Trommelmusik. Übernachtet haben wir in Strohhütten mit niedriger Eingangstür, aber mit dem Luxus eines eigenen, hinten angebauten, Badezimmers.

4. Tag

Bei einem gemeinsamen morgendlichen Spaziergang durch den Park beobachteten wir, nebst den Tieren, die ich schon am Vortag gesehen hatte, einen Waran, wunderschöne farbige Agamen, ein Nilpferd und ein Krokodil. Bevor wir nach dem Mittagessen zum nächsten Camp fuhren, testete ich noch den Swimmingpool, welcher bei meinem letzten Besuch hier eine nicht sehr einladende grüne Farbe hatte. Mittlerweile wurde jedoch ein großer Pool gebaut, in dem man richtig schwimmen kann, und der nun sehr sauber war. Auch für einen kleinen Spaziergang hatte ich noch Zeit. Ich machte mich auf die Suche nach dem Geocache, der im Park an einem in den Fluss gebauten Pool sein sollte. Und ich habe ihn gefunden. Leider war keine Zeit mehr, den Pool zu testen.

Zwei Stunden entfernt liegt der nächste große Nationalpark Hlane. Die öffentliche Straße führt mitten durch das Gelände. Wunderschön am Eingang, ganz ohne verdeckendes Buschwerk, begrüßte uns eine Giraffe. Unser Camp lag hinter dem Nationalpark in einem privaten Reservat. Idyllisch im Wald standen vier große Zelte mit luxuriösem Bad und der von mir so geliebten Außendusche. Im Zentrum gab es ein kleiner, aber schöner Pool und eine Hütte mit Küche. Wir hatten ausgiebig Zeit die Ruhe zu genießen und am Abend beim Lagerfeuer Reisegeschichten auszutauschen. Übrigens bin ich mir nicht ganz sicher, ob das Reservat noch in Swasiland lag, denn mein Handy begrüßte mich mit "Willkommen in Vietnam". 

5. Tag

Der Hlane Nationalpark ist eingeteilt in mehrere Bereiche mit jeweils verschiedenen Tieren. Der Teil, den wir besuchten, hatte ein Wasserloch, welches nur mit einer Doppelreihe Stacheldraht umzäunt ist. Dort warteten bereits Nashörner in nur drei oder vier Metern Entfernung auf uns. Aus dem Wasser ragten die Rücken der Hippos, ein Seeadler saß auf einem Ast und das Krokodil schwamm zum Ufer. Eigentlich hatten wir nun schon so ziemlich alles gesehen, was dort zu sehen ist. Trotzdem nutzten wir natürlich die Möglichkeit zu einer Pirschfahrt. Ich durfte ganz vorne mitfahren. So hatte ich perfekten Blick auf die vielen Nashörner (ca. 12 Stück, teilweise mit Jungen), die wir sahen und konnte beobachten, wie Chris versuchte die hunderte von Mistkäfern zu umfahren. Auch eine Schildkröte krabbelte über den Weg. Nur die Elefanten hatten ihren freien Tag. Wir fuhren erst die guten Straßen ab, dann die mit den tiefen Löchern. Zur Mittagspause kehrten wir zurück zum Wasserloch, gerade rechtzeitig, um die Flusspferde am Ufer grasen zu sehen. Eines der Tiere strullerte gerade und veranlasste zu der Frage: "Wie viel pinkelt ein Hippo." Das beschäftigte uns die nächsten Tage! Am Nachmittag wurde nochmals alles erkundet, aber es war nichts zu machen. Die Elefanten zogen ihre Bäuche ein, versteckten sich hinter den Bäumen und amüsierten sich über die Touristen, die vergeblich nach ihnen Ausschau hielten. Irgendwann gaben wir auf. Kaum zurück am Wasserloch standen dort zwei Elefanten. Wir liefen gleich hin, um sie zu fotografieren. Völlig unerwartet hatte das Tier genug von den Paparazzi und rannte auf uns zu. Chris sagte nur: "Jetzt sollten wir weggehen". Da er nicht rannte, zog ich es vor, es ihm nachzumachen. So brachten wir nun wenige Meter zwischen uns und dem Zaun, an dem der Elefant zum Glück stehenblieb und wütend mit den Ohren wackelte. Ein imposantes Erlebnis. Chris meinte: "Ich habe mir schon überlegt, wie ich den Rangern erkläre, dass ihr Zaun kaputt ist." Also ich an seiner Stelle hätte lieber überlegt, wie er erklärt, dass seine Gäste platt sind. (Für alle, die meinen, dass meine Reisen zu abenteuerlich sind: ich habe mich keinen Moment in Gefahr gefühlt. Solange mein Guide, der auch als Ranger arbeitet, so ruhig bleibt, ist alles in Ordnung.)

6. Tag

Da unsere tolle Tented Lodge von anderen belegt wurde, war es am Vortag notwendig gewesen in ein anderes Camp im gleichen Reservat umzuziehen. Auch dieses lag sehr schön direkt am Fluss, so dass wir von der Terrasse aus Eisvögel und andere Exoten beobachten konnten. Am frühen Morgen war ich durch das Poltern der Affen (Grüne Meerkatzen), die über mein Dach in den Baum sprangen, geweckt worden. Trotz des leichten Regens machten wir nach dem Frühstück eine Wanderung durch den Park. Chris hatte uns am ersten Tag für 18 Uhr eine Giraffe versprochen, die direkt durch das Camp spaziert. Als wir heute nun das Skelett des Tieres entdeckten, fanden wir, dass dies eine gute Entschuldigung für´s nicht Kommen war. Ganz schön riesig, so ein Oberschenkelknochen.

7. Tag

Am folgenden Tag wollten wir Swaziland in Richtung Mosambik verlassen. Der Weg führte vorbei an Zuckerrohrfeldern und einer dazugehörigen Fabrik. Auch an Ananasplantagen kamen wir vorbei. Niedrige Bäume und strohgedeckte Rundhütten prägten das Landschaftsbild. Der Grenzübertritt verlief ohne Probleme, aber man muss sich da schon gut auskennen, welche Stempel und Papiere man braucht und wie man am Besten Geld wechselt. Kaum in Mosambik änderte sich der Gesamteindruck. Es gab Stände am Straßenrand, an denen Obst, Holz, Pflanzen, Schuhe, Honig, und alles, was man so brauchen könnte, angeboten wurde. Immer wieder sah man mit Plastiktüten behängte Bäume. Dort wurden Cashewnüsse zum Verkauf ausgestellt. Frauen trugen in einem Tragetuch auf dem Rücken ihre Kinder und auf dem Kopf Brennholz, Wassereimer oder Taschen mit unbekanntem Inhalt. Männer schlenderten am Straßenrand entlang oder fuhren mit dem Fahrrad. Kinder waren unterwegs. Einige spielten mit Steinen und ihren selbstgebauten Fahrzeugen aus alten Dosen und Draht. Die Menschen sind sehr freundlich zueinander, grüßen sich durch Handzeichen. (Auch unser südafrikanischer Reiseleiter hat alle sehr respektvoll behandelt). Es gibt ganze Palmenwälder. Dazwischen wachsen auf rotem Sandboden spärlicher Mais und mir unbekannte andere Pflanzen. Gegen Mittag erreichten wir die Hauptstadt Maputo. Vom quirligen Leben der Vorstadt ging es ins, aus touristischer Sicht, eher langweilige Zentrum. Eigentlich gibt es dort nichts zu sehen. Heruntergekommene Häuser, eine öde Promenade, ein Steg zur Fähre. Damit ich wenigstens ein Bild von hier hatte, fotografierte ich meine Gruppe vor dem Hintergrund des Meeres. Mit dem Auto fuhren wir weiter zum alten Ford (eine massive Steinmauer und ein paar Kanonen – auch nicht gerade ein Highlight), als wir von der Polizei gestoppt wurden. Erst lief er sehr freundlich um das Auto, dann kam er zu mir – vielleicht weil ich vorne saß – um mir zu sagen, dass man Regierungsgebäude nicht fotografieren darf. Ich wusste dies und hatte auch kein Gebäude auf meinem Bild. Er wollte die Fotos sehen und sagte dann, dass auch das, was auf meinem Bild zu sehen sei, nicht erlaubt gewesen sei und wir am nächsten Tag deshalb aufs Revier kommen müssten. Chris ging daraufhin mit dem Polizisten zu seinem Wagen und hat das irgendwie geregelt. Wie wollte er nicht verraten. Jedenfalls eine nicht sehr schöne Erfahrung. Wir fuhren weiter zum alten Bahnhof, der von Herrn Eiffel entworfen wurde. Hier konnte ich meinen mosambikanischen Geocache loggen. Vorbei am Parlamentsgebäude, fuhren wir zurück zu unserem Hotel. Das Abendessen fand in einem nahegelegenen Restaurant statt. Wir testeten die extrem scharfe lokale Soße "Peri-Peri" und genossen den Abend im Freien.

8. Tag

Lustig ging es beim Frühstück zu, da das Personal nicht besonders gut organisiert war. Einer bekam Kaffee, der andere wurde vergessen. Erst gab es Schalen, aber keinen Fruchtsalat, dann umgekehrt. Es fehlte Besteck und nur eine Tasse war da. Wir nahmen es mit Humor. Bevor der Verkehr dicht wurde, wollten wir aus der Stadt sein. Also brachen wir zeitig auf. An einem Kreisverkehr mit Ampel rätselten wir über den Sinn dieser Einrichtung. Wir überholten die allgegenwärtigen Sammeltaxis, bei denen man sich teilweise wundern kann, wie so viele Menschen in ein Fahrzeug passen. Ständig kamen wir an Polizeikontrollen, die die Geschwindigkeit und Zustand der Autos überprüften, vorbei. Kurz vor unserem Ziel, den Indischen Ozean schon vor Augen, wechselten wir erst von der Teerstraße auf eine Lehm- und dann Sandpiste und wurden ordentlich durchgeschüttelt. Entspannung gab es an der liebevoll gestalteten Lodge: mit bunten Steinen verzierter Rand der Terrasse, mit farbigen Kissen ausgestattete Betten, teilweise kreative "Kronleuchter" an der Decke, blaue Fensterchen in der weißen Wand. Und nur ein paar Schritte über die Wiese - sinnvollerweise dabei nicht unter den Kokospalmen stehenbleibend -, schon war man am weißen Standstrand, an dem Fischer ihre Netze vorbereiteten. Hier verbrachten wir die nächsten 1 ½ Tage mit faulenzen, lesen, schwimmen, schnorcheln. Das Wasser war zwar spiegelglatt, aber trotzdem vom Sand getrübt, so dass man keine Fische sah. Die Kokosmilch, welche es am zweiten Tag zum Frühstück gab, veranlasste zu der Frage: "Wie kommt das Wasser in die Kokosnuss." Nach der Klärung des Rätsels über das Flusspferd (es uriniert 5-11 Liter), gab uns nun das exotische Gewächs Rätsel auf.

9. Tag

Ein toller und überraschender, da nicht in der Ausschreibung erwähnter, Ausflug machten wir mit dem Boot zu einer Landzunge zwischen Lagune und offenem Meer. Von einer Anhöhe aus konnte man großen Wasserschildkröten beim Schwimmen zusehen.

10. Tag

Beim Verlassen des Strandparadieses blieben wir mit dem Auto erst einmal im tiefen Sand stecken. Gleich kamen Einheimische angelaufen und halfen beim Ausgraben und Palmwedel unterlegen. Dieser Zwischenfall zog noch einigen Ärger nach sich, da eine Klemme für die Benzinleitung abgefallen war und die neue einfach nicht halten wollte. So versprühten wir plötzlich auf der Straße eine Menge Treibstoff. Dann stoppte uns eine Streife und entdeckte ein kaputtes Rücklicht. Vielleicht weil wir auf dem Weg zu seinem Heimatort waren ermahnte uns der Polizist jedoch nur, das Rücklicht reparieren zu lassen. Unterwegs war im Anhänger auch noch das Marmeladenglas zerbrochen und hatte eine ziemliche Sauerei hinterlassen (nachdem einige Tage vorher der lösliche Kaffee nach der Freiheit strebte und später das Spülmittel auslief). Und meine neue Kamera fokussierte plötzlich nicht mehr. Alles in allem also ein Tag voller Pannen. Dafür konnten wir nach dem Abendessen den sternenklaren Himmel betrachten.

11. Tag

Den kilometerlangen weißen Sandstrand und türkisblaues Meer mit ziemlichen Wellen genossen wir bei Spaziergängen, nachdem wir von der Besichtigungstour in Inhambane zurückkamen. Der Ort konnte eine alte und neue Kirche, den quirligen Fährhafen und einen Markt bieten, auf dem Souvenirs, Obst, Medizin und allerlei Nützliches geboten wurde.

12. Tag

Früh am nächsten Morgen brachen wir, leider bei Regen, zu einer Schnorcheltour auf. Wir bekamen Neoprenanzüge, Taucherbrille und Flossen (was einige Zeit in Anspruch nahm), bevor das Boot zu Wasser gelassen wurde. Erst einmal mussten die hohen Wellen überwunden werden. Mir hat das Spaß gemacht. Am Riff angelangt sprangen wir ins Wasser, um blaue Seesterne, lange dünne Fische, Meeresbewohner mit absonderlichen Formen und Farben – darunter ein Fisch mit ganz langer Rückenflosse – zu bewundern. Leider wird mir im Wasser, egal wie warm es auch ist, immer schrecklich kalt, so dass ich irgendwann die Pracht nicht mehr genießen kann. Außerdem schaukelten die Wellen mich heftig auf und ab. So war ich dann froh, als es wieder zurück an Land ging. Die Walhaie, die es manchmal zu sehen gibt, habe ich gar nicht mehr vermisst vor lauter Schlottern.

13. Tag

Heftiger Regen begleitete uns auf der Reise zurück ins südliche Mosambik. Riesige Pfützen standen auf den Straßen und erdige Flüsschen entstanden. Dies hielt die Einheimischen nicht davon ab, trotzdem zu Fuß und ohne Regenmantel unterwegs zu sein. Was soll man auch machen, wenn es nicht viele Alternativen gibt. Bevor wir in Xai-Xai ankamen hatte der Regenguss aufgehört. Im Ort begegneten wir vier Hochzeitsgesellschaften, die im  Autokonvoi und mit lauter Musik daherkamen. Unsere Unterkunft lag oberhalb eines einsamen Strandes, auf dem tausende Krabben mit den Wellen spielten. Besonders lustig war der Moment, wenn nur die Augen aus dem Schaum herausragte. Meiner Hütte, mit einem blauen Moskitonetz über dem Prinzessinnen-Bett, fehlte die Lampe im Schlafraum. (Was nicht so schlimm war, da dafür das Licht im Bad nicht ausging. Aber auch bei Dunkelheit hätte ich mich nicht zu fürchten brauchen. Ich war ja nicht alleine: da saß ein Frosch in meiner Toilette.) Meine Mitreisende wollte mir daraufhin ihre Nachttischlampe geben. Ich hatte sie schon in der Hand, als ich entdeckte, dass dort die Birne fehlte.

14. Tag

Ein weiter Weg lag vor uns. Wir fuhren einmal quer durch Mosambik zurück nach Südafrika. Zum Glück gab es unterwegs einiges zu sehen: Menschen, die an einem Sonntag bereits um kurz vor 7 Uhr unterwegs waren, leuchtend rot oder lila blühende Bäume, wechselnde Landschaften, kleine runde Hühnerhäuser aus Stroh, eine Polizistin mit Handtasche, Termitenhügel, die wie Zwergenmützen aussahen, kerzengerade Straßen, Ziegen, vereinzelte Schafe, Hütten rund oder eckig, aus Stein oder Lehm oder  Stroh. Nach einem großen Stauwerk passierten wir das Gate zum Nationalpark. Es gibt dort nicht viele Tiere zu sehen, da die Mosambikaner vor nicht allzu langer Zeit noch alles  abschoss, was sich bewegte. Und so wechselt kein Elefant freiwillig vom Krügerpark über die Landesgrenze. Außerdem gibt es auf dieser Seite keine Wasserlöcher und die Tiere finden nicht genügend Nahrung. Dennoch, Nyalas, Zebras, Vögel, Libellen und eine Schlange konnten wir entdecken. Kaum hatten wir den Krügerpark erreicht, stand dort der erste Elefant. Hippos lagen im Wasserloch, dahinter grasten Impalas und Wasserböcke. Ein schwarzer Storch stand am Flussufer, ein Krokodil sonnte sich. Kurz vor dem Camp turnte eine Horde Affen. Eine Mutter trug ihr totes Baby mit sich herum. Chris machte uns das Angebot, nochmals auf einen Gamedrive (=Fahrt, um Tiere zu beobachten) zu gehen, nachdem wir unsere Zelte bezogen hatten. Aber nach der langen, holprigen Fahrt hatten wir alle Rückenschmerzen, waren müde, und außerdem gab es eine wunderschöne Aussicht vom Camp aus auf den Fluss. Bei einem kleinen Spaziergang innerhalb des mit Elektrozaun abgegrenzten Gebietes freute ich mich über die herumtollenden Affenjungen (Wegen der Affen im Camp muss man den Kühlschrank, der im Zelt steht, mit der Tür zur Wand drehen.) und die Entdeckung einer Manguste. Und im Swimmingpool gönnte ich meinem Rücken Entspannung. Unsere Zelte lagen ein wenig verstreut unter Bäumen und es gab gemeinschaftliche sanitäre Anlagen. Ich befürchtete ein wenig, in der Nacht verloren zu gehen, was sich aber als unbegründet herausstellte. Nach dem leckeren Abendessen an der Grillstelle schlenderte ich noch ein wenig herum, stolperte im Dunkeln beinahe über die schlafenden Nyalas, und erspähte, zu meiner großen Freude, ein Bushbaby (Galago). Direkt an unsern Zelten war es unglaublich laut, kaum auszuhalten, denn die Zikaden hatten voll aufgedreht. Aber wenn man nur wenig weiter ging, war der Lärm fast weg und man konnte die Fledermäuse fiepen und Hyänen bellen hören. Über dem Flusstal leuchteten die Sterne und wie ein Spiegelbild blinkten unten die Glühwürmchen.

15. Tag

Pünktlich um 5 Uhr in der Frühe starteten wir zu einem Gamedrive im Krügerpark. Giraffen, viele Elefanten, Flusspferde, die allgegenwärtigen Impalas, ein Stirnbock, die interessanten Trappen  - darunter eine Riesentrappe, der schwerste flugfähige Vogel der Welt – standen auf dem Programm. Ein junger Elefantenbulle an einem Wasserloch wollte sich mit uns messen. Er stellte die Ohren auf, ging auf uns zu und dann wieder rückwärts (hat lustig ausgesehen, ein wenig, wie wenn er Anlauf nehmen wollte) und wusste wohl nicht so recht, was er von uns halten sollte. Meinen Mitfahrern wurde es ein wenig mulmig. Sie baten unseren Guide weiterzufahren, obwohl er ihnen erklärte, dass es besser ist, stehen zu bleiben. Schlussendlich kam er ihrer Bitte nach, und es geschah, was er vorausgesagt hatte. Der junge Bulle fühlte seinen Sieg und rannte uns nach. Ein tolles Bild, das ich nicht vergessen werde: der Elefant Format füllend durch die Windschutzscheibe (leider viel zu dreckig zum fotografieren). Zurück im Camp gab es dann erst einmal Frühstück, bevor wir unsere Sachen zusammenpackten und beim Verlassen des Nationalparks noch einmal auf die Pirsch gingen. Das nächste Ziel lag im Norden, wo es unglaublich viele Esel gab. Ich habe gefragt, sie werden zum Transport von Dingen eingesetzt (einen Eselskarren mit vier Tieren habe ich gesehen). Unsere Unterkunft war im Stil eines afrikanischen Dorfes aufgebaut. Voller Elan erklärte der Mann, welcher uns dort schon erwartet hatte, dass er der Enkel eines Chiefs (mit 48 Frauen) sei, und dass dieser genau in so einem Hüttenrund gelebt habe: erst kamen die Gebäude für die männlichen Jugendlichen, die für das Vieh und die Sicherheit des Ortes zuständig waren. Dann die der Mädchen. Durch Pflöcke davon abgetrennt war der Teil für die Erwachsenen und ganz kleinen Kinder, wo erst die Hütte des Chiefs, dann der ersten Frau, der zweiten Ehefrau usw. lagen. Dazwischen gab es auch noch Lagerräume und in der Mitte eine offene Hütte, in der der Chief mit Dorfbewohnern Probleme besprach. Nach diesen ausführlichen Erklärungen wollte unser Ortskundiger am liebsten gleich auch die Umgebung zeigen, aber es war so heiß, dass wir erst einmal die Unterkünfte beziehen und uns ausruhen wollten. Erst etwas später brachen wir auf, bekamen unterwegs die Bäume und ihre Verwendung erklärt – als Medizin, als Wirt für die nahrhaften Raupen, als Zahnbürste, für Wünschelruten -   und Schauergeschichten über die heilige heiße Quelle der Gegend erzählt (Schauergeschichten deshalb, weil er erläuterte, was passiert, wenn man die Regeln dort nicht einhält). Die Quelle konnte man kaum sehen. Sie lag mitten auf einer matschigen Kuhweide, versteckt hinter Reetgräsern. Danach kamen wir zu den Salzfrauen, die uns zeigten, wie sie erst, vor Betreten ihrer Arbeitsstelle, die Ahnen um das Gelingen ihrer Bemühungen bitten. Dann kratzen sie vom Flussbett die oberste Schicht ab, tragen die Erdschicht im Eimer auf dem Kopf – das durfte ich auch ausprobieren, aber sicherheitshalber habe ich den Eimer ein wenig festgehalten, damit die ganze Arbeit nicht umsonst war – zu ihren Filteranlagen, die aus Ästen und Lehm gebaut sind. Die Erde kommt zusammen mit Wasser dort hinein und unten tröpfelt salzige Flüssigkeit wieder heraus. Dies wiederholen sie zig mal. Wenn das Wasser dann klar ist, wird es über dem Feuer eingekocht und übrig bleibt das Salz. Eine langwierige Aufgabe. Aber die ältere der zwei Frauen hatte sichtlich Spaß uns alles zu erklären. Eines der Highlights auf dieser Reise!

16. Tag

Auf der Fahrt zum Greater Krügerpark (=private Reservate, die direkt an den Nationalpark angeschlossen sind, so dass die Tiere frei hin und her wandern können), stoppten wir bei der Amarula-Fabrik, wo der berühmte südafrikanische Likör hergestellt wird. Die Produktion selbst kann man leider nicht sehen, aber erfährt einiges darüber und man bekommt natürlich auch Kostproben. Der Marulabaum wird 2000 Jahre alt. (In der Gruppe wurde gezweifelt, ob dies korrekt ist. Leider habe ich im Internet keinen einzigen Hinweis über das Alter dieser Bäume gefunden. Dafür ein Artikel darüber, dass Elefanten nicht von vergorenen Marulafrüchten betrunken werden – für diejenigen, die noch den Film "Die lustige Welt der Tiere" kennen -, sondern wegen der giftigen Käferlarven, die sie beim Fressen der Rinde zu sich nehmen, torkeln.)  Die Marulafrucht beinhaltet einen Kern mit einer Nuss, welche zurück an die Erntehelfer geht und von ihnen zu Öl gepresst wird.

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in einem tollen Camp mitten im Reservat, ohne jeglichen Zaun, der Tiere abgehalten hätte. Ständig spazierten Nyalas vor unserer Nase hin und her, Affen turnten durch die Bäume und ab und zu landete ein Geier am kleinen Wasserloch, in dem sich tausende Kaulquappen tummelten, und wo bunte Libellen schwirrten. Am Dung erkannte man, dass vor nicht allzu langer Zeit auch ein Elefant direkt an meinem Zelt vorbeigezogen war. An einem Abend konnten wir in unmittelbarer Nähe rechts eine Hyäne bellen hören. Kurz darauf auf der anderen Seite, was bedeutete, dass sie an uns vorbeigelaufen war. Auch Löwengebrüll war zu hören. Drei Pirschfahrten im offenen Fahrzeug standen auf dem Programm. Unser Fahrer fragte, was wir gerne sehen würden, und da wir nun ja schon verwöhnt waren, fehlten zu unserem Glück noch Löwen und der äußerst seltene Leopard. Eine meiner Mitreisenden hatte bereits zwei Abende vorher einen "Leopardentanz" am Lagerfeuer aufgeführt, damit wir so ein Exemplar sehen würden. Schon nach kurzer Zeit bog unser lokaler Guide, nach eingehender Studie der Spuren auf der Erde, irgendwo in die Büsche ab. Und da lagen sie: 15 Löwen, vom ganz jungen bis zur erwachsenen Löwendame, die ihre Kinder säugte. Ewigkeiten standen wir mit dem Fahrzeug nur ein paar Meter von der Tiergruppe entfernt, beobachteten und wurden beobachtet. Ein irres Gefühl, dem Löwen in die Augen zu sehen. Dann kamen auch noch fünf Giraffen. Sie waren sehr aufmerksam, was ihre potentiellen Feinde vorhatten. Ein Löwe stand dann auch auf und ging Richtung Langbeiner. Aber die wussten genau, dass sie vor einem einzelnen Tier nicht reißaus nehmen mussten. Ich hätte noch ewig dort bleiben können, jedoch die Nacht brach herein und wir mussten zurück.

17. Tag

Unsere frühmorgendliche Erkundungsfahrt führte über holprige Wege, die von umgeknickten Bäumen immer wieder versperrt waren, da Elefanten hier ihr Unwesen getrieben hatten. Als besonderer Höhepunkt saß eine Hyäne auf der Straße. 8 Nashörner, eine Manguste, schöne Vögel mit exotischen Schnäbeln oder blauem Gefieder, Zebras, Gnus, Büffel... all dies tauchte auf, aber natürlich kein Leopard. Bis zur abendlichen Pirschfahrt hatten wir den Tag frei. Bei nahezu 40° lagen wir ziemlich platt herum und beobachteten nur die vorbeiziehenden Tiere. Mein super spannendes Buch mit fast 800 Seiten hatte ich schon in den ersten eineinhalb Wochen ausgelesen. So lauschte ich den vielfältigen Geräuschen der raschelnden Blätter, dem Grunzen und Schreien der Paviane, dem Summen der Insekten, dem "wäh-wäh" und "work-harder" verschiedener Vögel.

Während wir dann auf der zweiten Ausfahrt des Tages unterwegs waren, drangen Affen in eines unserer Zelte ein. Es gab dort, wie es unsere Anweisung war, keinerlei Lebensmittel, aber auch Unterwäsche fand bei den Tieren Gefallen. Eines der Teile haben sie sogar mitgenommen (und zum Glück selbst nichts hinterlassen – für diejenigen, die "Hummeldumm" gelesen haben).

Wir waren also wieder unterwegs zu unserem Ziel "Leopard" und ließen ohne viel Beachtung das Nashorn, die erst 11 dann drei Löwen, die drei Elefanten und vier Büffel vorbeiziehen. Unser Fahrer sagte, dass er noch in einen anderen Teil des Parks wolle, bevor es dunkel wird, und so rasten wir in halsbrecherischem Tempo über Holperpisten, uns mal links, mal rechst von den Ästen weg bückend. Ein riesen Spaß. Und dann waren wir da: im Gebüsch, vor der prallen Sonne geschützt, lag ein totes Impala. Und davor ein alter Leopard. Hier hatten wir ihn nun endlich vor Augen, den Scheuen, das Sahnetüpfelchen jeder Afrikareise. Er lag nur da und ertrug die vielen Fahrzeuge, die mit fotografierenden Touristen bestückt, auf ihn gehofft hatten. Natürlich hatten sich alle hier versammelt, denn unsere Guides standen in ständigem Funkkontakt. Und so konnten wir auch nicht allzu lange verweilen, denn wir mussten den Nächsten Platz machen. Aber wir waren glücklich (und fuhren dem Sonnenuntergang entgegen – wie kitschig, aber wahr). Wir hatten in nur zweieinhalb Stunden alle Big Five gesehen!!!

Eigentlich sollte ich mit diesem Satz den Bericht beenden. Doch wir hatten noch eine aufregende Nacht vor uns. Nach einem brütend heißen Tag kam der von den Einheimischen herbeigesehnte Regen. Wir hatten so manches Skelett von Büffeln gesehen, denn die Tiere brauchen viel Gras, welches durch die Dürre nur wenig vorhanden war. Plötzlich setzte heftiger Sturm ein und uns war klar, dass gleich ein Unwetter losgehen würde. Gerade noch schafften wir es trocken in unsere Zelte, welche auf einzelnen kleinen Holzplattformen standen. Ein Blitz schlug mit lautem Peitschen in unmittelbarer Nähe ein. Der ganze Boden unter mir wackelte und ich überlegte, was wohl am ehesten passieren würde: die Pfeiler unter der Plattform geben nach, ein vom Elefanten schon ein wenig in Anspruch genommener Baum fällt auf mein Zelt oder dieses wird vom Blitz in Brand gesteckt. Da es immer noch sehr heiß war, wollte ich die Fenster nicht zumachen, aber nun begann es reinzuregnen. Also brachte ich meine Sachen in Sicherheit und irgendwann war ich müde genug, um trotz des Tobens einzuschlafen.

18. Tag

Eine lange Rückfahrt nach Johannesburg stand vor uns. Auf der Panoramaroute legten wir noch ein paar Stopps an Aussichtspunkten, unter anderem an den Three Rondavels, drei natürliche Felsformationen in Form traditioneller Hütten, ein. Unser Auto hatte ausgerechnet in den Bergen ein Problem mit der Kühlung, so dass unsere gesamten Wasservorräte erst einmal vom Fahrzeug gesoffen wurden. Vorbei an Pilgrims Rest – in dieser Gegend wurde so viel Gold gefunden, dass sich die Pilger dort zur Ruhe setzen konnten und nicht mehr weiterziehen mussten -, dem größten, vom Menschen angepflanzten Wald (Monokultur), einer auf der Straße liegenden Schwarzen Mamba, die sich vor dem Auto aufrichtete, an hässlichen Tagebauwerken und einsamen Kuhfarmen, kamen wir nach Stunden zurück nach Johannesburg. Kaum hatten wir das Auto verlassen, prasselten dicke Hagelkörner herunter. Ich war zum Glück schon unter dem schützenden Dach der Lodge.

19. Tag

Am nächsten Tag flog ich wieder über Addis Abeba zurück nach Frankfurt, während der Rest der Gruppe mit Lufthansa eine Direktverbindung hatte. So kamen wir, trotz fünf Stunden Startunterschied, gleichzeitig am Ziel an.

 

Wir haben auf der Reise viel gelacht. Ich bin noch ganz entspannt vom Afrikaaufenthalt und spüre der herrlichen Wärme nach.

 

 

Impressionen
  • Entdeckerreise mit TRAVEL TO LIFE
  • Blyde River Canyon in Südafrika
  • Den möchte man sehen
  • Kleingruppenreise für Entdecker, Südafrika
  • Einfach speilen, Safarireise in Südafrika
  • Nashörner im Hlane Nationalpark, Swasiland
  • Spurensuche im Greater Kruger Park
  • Herrlich...
  • Flusspferde in Mtomeni
  • Zeltlodge in Südafrika
  • Griffe on tour
  • Lagerfeuerabend
  • Im Dorf unterwegs
  • Zu Besuch in Baleni
  • Unkompliziert und willkommen
  • Lodge Ansicht
  • Zeltlodge von innen
  • Spurensuche im Greater Krügerpark
  • Ungeplante Pause
  • Nicht immer sind die Straßen gut
  • Rustikale Dusche in Mtomeni
Teilnehmerstimmen
Weite Strände in Mosambik
Traditionelle Tänze mit viel Lebensfreude
Baleni Camp im Krügerpark
Elefanten im Krügerpark
Leopard im Krügerpark
Einfach spielen
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